Wirtschaft

Statt einer großen viele kleine Messen in Schwarzenbek

Karina Geideck, Doris Lehmann und Anja Jost (v.r.) planen eine Alternative zur WVS-Messe am Gymnasium.

Karina Geideck, Doris Lehmann und Anja Jost (v.r.) planen eine Alternative zur WVS-Messe am Gymnasium.

Foto: Marcus Jürgensen

Die Wirtschaftlichen Vereinigung plant als Alternative zur WVS-Schau einen Tag der offenen Tür in Firmen vor Ort. Das Konzept dahinter.

Schwarzenbek.  „Smart, digital, nachhaltig“ – unter diesem Motto sollte die Messe der Wirtschaftlichen Vereinigung (WVS) in diesem Jahr stehen. Anfang Mai sagte die WVS-Vorsitzende Doris Lehmann die alle zwei Jahre an der Buschkoppel stattfindende Leistungsschau jedoch ab: „Wir hatten noch gehofft, die Messe ausrichten zu können. Als aber Anfang Mai auch das Münchener Oktoberfest abgesagt wurde, haben wir schweren Herzens ebenfalls unsere Planungen für die WVS-Messe eingestellt.“

WVS-Messe an mehrere Standorten als „open house“

Doch nun gibt es eine Alternative: Nicht als Präsenzveranstaltung mit mehr als 10.000 Besuchern wie bisher und auch nicht als virtuelle Leistungsschau im Internet, sondern als dezentrale Veranstaltung in den Räumen der teilnehmenden Firmen. „Nach längeren Überlegungen ist im Organisationsteam diese Idee eines ,open house’ entstanden. Wir brauchten eine Lösung, die keine großen Kosten beinhaltet und es möglich macht, die Messe kurzfristig doch noch absagen zu können“, sagt Lehmann. Statt am Wochenende 10. und 11. Oktober soll die „ganz andere WVS-Messe“ bereits am Donnerstag, 8. Oktober, beginnen und bis zum 11. Oktober andauern.

Den Teilnehmern ist es freigestellt, an allen vier Tagen ihre Unternehmen für Besucher zu öffnen oder nur an einzelnen Tagen. „Es gibt Rückmeldungen von Mitgliedsbetrieben, die eingewendet haben, dass sie ihre Mitarbeiter möglicherweise nicht für einen Sonntagsdienst motivieren können. Andere sind so gut ausgelastet, dass sie wochentags keine Zeit haben“, so Lehmann. Bei den Mitgliedern ist die Idee gut angekommen: Am vergangenen Sonnabend hatte Schriftführerin Karina Geideck das Messe-Angebot versendet, bis zum gestrigen Mittwoch hatten bereits 26 Betriebe eine Zusage erteilt.

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Wer vor Ort nicht genügend Platz hat oder Vereine wie „Biker fahren für Kinder“ (BFFK) oder der Ortsjugendring (OJR), die keine eigenen Räume haben, könnten ihre Angebote in Kooperation mit anderen Firmen zeigen, so die Idee der Organisatorinnen, die bei der Vermittlung derartiger Kooperationen helfen. Zudem kann jedes Unternehmen sich für die Öffnungstage noch ein Sonderprogramm überlegen wie zum Beispiel Vorführungen von Technik-Highlights oder Einblicke in den Ausbildungsalltag. „So ist jedes Unternehmen flexibel in seiner Ausgestaltung“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Anja Jost.

Organisationsteam vermittelt Kooperationspartner

Einziger Nachteil: An dieser Form der „Offenes-Haus-Messe“ können nur Unternehmen aus Schwarzenbek teilnehmen. Messeteilnehmer aus anderen Orten, die auch diesmal dabei sein oder erstmals ihre Angebote präsentieren wollen, können sich ebenfalls melden: Für ortsfremde Unternehmen suchen die Organisatorinnen dann nach Kooperationspartnern. Die gesamte Planung steht natürlich unter dem Vorbehalt, dass es bei den bisherigen Lockerungen bleibt und es zu keiner zweiten Welle der Infektionskrankheit kommt. Ansonsten müsste die Messe erneut abgesagt werden. „Wir hätten unsere Zeit dann vergeblich geopfert, aber finanzielle Einbußen weitgehend minimiert“, so Geideck.

Noch bis zum 31. Juli können sich Unternehmen und Vereine anmelden. Für WVS-Mitglieder ist die Messe-Teilnahme kostenfrei, Nicht-Mitglieder müssen eine Marketing-Pauschale von 150 Euro für Organisation und Werbung zahlen. Das Programm soll dann im September veröffentlicht werden, sowohl im Internet unter www.wvs-schwarzenbek.de als auch als gedruckter Flyer. Das Anmeldeformular wird auf Nachfrage an kontakt@wvs-schwarzenbek.de zugesendet.