Veranstaltungsprogramm

Pläne für Schwarzenbeks Senioren in der Zeit nach Corona

Herbert Knepperges, Monique Carl, Dorit Günther und Ursula Behnke (v.li.) fröhnen ihrem Lieblingsspiel: Domino.

Herbert Knepperges, Monique Carl, Dorit Günther und Ursula Behnke (v.li.) fröhnen ihrem Lieblingsspiel: Domino.

Foto: Monika Retzlaff

Den Seniorenbeirat gibt es nicht mehr. Für die Freizeitgestaltung und die sozialen Kontakte der Generation 60 plus ist jetzt ein Verein zuständig.

Schwarzenbek.  Jeder vierte der 16.500 Schwarzenbeker gehört der Generation 60 plus an. 36 Jahre hat sich der 1984 gegründete Seniorenbeirat um die Interessen, in erster Linie jedoch um die kreative Freizeitbeschäftigung der älteren Schwarzenbeker gekümmert. Die Treffen sind ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Teilhabe für die Senioren.

Seniorenbeirat hat sich aufgelöst

Umso problematischer ist es, dass sich der Seniorenbeirat wegen des Streits um die Mitgliedschaft von AfD-Mann René Franke aus Schwarzenbek aufgelöst hat. Eine schnelle Neuwahl ist – sofern es überhaupt eine gibt – nicht in Sicht. Die Politiker sollten eine neue Satzung für den Seniorenbeirat beraten, nach der die Tätigkeit in einer politischen Partei ein Grund ist, nicht in das überparteiliche Gremium gewählt zu werden. Da die politischen Gremien wegen der Corona-Krise momentan nicht tagen, liegt das Thema auf Eis.

Silvesterball war erste Großveranstaltung

Der Verein „Aktive Senioren“ unter dem Vorsitz von Patrick Göring (siehe Infokasten) hat die Aufgabe übernommen, für Senioren ein Veranstaltungs- und Ausflugsprogramm auf die Beine zu stellen. Schon der jüngste Silvesterball in Schröders Hotel wurde von den „Aktiven Senioren“ organisiert und lockte mehr als 130 Besucher.

Für solche Veranstaltungen sollen die Mitglieder auch Geld aus dem Budget des zumindest momentan nicht mehr existenten Seniorenbeirats bekommen. Das hat der Finanzausschuss während seiner letzten Sitzung vor der Corona-Krise beschlossen.

2400 Euro Budget

2400 Euro stehen pro Jahr zur Verfügung. Das Budget ist allerdings mit einem Sperrvermerk versehen: Plant der Verein eine Veranstaltung, kann er dafür in den politischen Gremien einen Zuschuss beantragen und bekommt diesen von Fall zu Fall genehmigt.

Vorerst gilt der „Shut Down“ mit seinen Einschränkungen allerdings auch für de Verein „Aktive Senioren“. Die regelmäßigen und zuletzt auch mit mehr als 20 Personen besuchten Spielenachmittage zwei mal im Monat im Café „Alte Marktschule“ sind bis auf weiteres abgesagt. Das Konzept hat sich allerdings bewährt und wird nach dem Ende der Corona-Krise fortgesetzt: Dominosteine und Skatkarten kommen auf den Tisch und dann wird gespielt, geklönt und Kuchen gegessen.

Neuauflage vom Seniorenfrühstück geplant

Auch das beliebte Seniorenfrühstück in Schröders Hotel mit Edith Fickbohm soll es künftig wieder an jedem ersten Mittwoch im Monat geben. Das geplante Frühlingsfest am 27. März fällt aber definitiv aus und soll voraussichtlich durch ein Herbstfest ersetzt werden. „Die Planungen dafür laufen“, sagt Patrick Göring, der seit dem Sommer 2019 Vereinsvorsitzender ist. Auch das Sommerfest am 2. August wird es geben. Zusammen mit seiner Stellvertreterin Karin Radny, der Schriftführerin Rita Barten und der Schatzmeisterin Ursula Behnke organisiert der 36-Jährige für die Schwarzenbeker Senioren Veranstaltungen und hat noch einiges vor.

Am Sonntag, 17. Mai, nehmen die Aktiven Senioren am Familientag teil. „Wir werden einen Stand haben und machen eine Umfrage. Wir wollen wissen: Wie kann man das Leben für Senioren in Schwarzenbek verbessern?“