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Europaschule in Schwarzenbek öffnet ihre Türen

Die Grundschülerin Lina Liese (9) entlockt dem Saxofon die ersten Töne. Dafür gibt es ein Lob von Musiklehrer Carsten Sander, der die Bläserklasse unterrichtet.

Die Grundschülerin Lina Liese (9) entlockt dem Saxofon die ersten Töne. Dafür gibt es ein Lob von Musiklehrer Carsten Sander, der die Bläserklasse unterrichtet.

Foto: RETZLAFF / Retzlaff

Mehr als 450 Gäste kommen zum Informationsabend an das Schwarzenbeker Gymnasium. Eltern sind vom vielfältigen Angebot begeistert.

Schwarzenbek.  Großes Interesse am Gymnasium an der Buschkoppel: Etwa 450 Gäste, darunter mehr als 100 Viertklässler kamen zum diesjährigen „Tag der offenen Tür“. Sie informierten sich, um entscheiden zu können, ob die Europaschule als weiterführende Schule für ihre Kinder infrage kommt. „Das sind bedeutend mehr Interessierte als im vergangenen Jahr“, sagte Schulleiterin Birgit Roschlaub erfreut.

„Wir können im neuen Schuljahr sechs fünfte Klassen einrichten. Im Moment sind es vier“, erläuterte der Orientierungsstufenleiter Burkhard W. Franke. Derzeit besuchen 730 Schüler das Gymnasium. 64 Lehrer arbeiten dort.

Vielfalt des Angebots beeindruckte viele Eltern

Mit einem Vortrag im Forum, an mehr als 20 Ständen im Foyer und beim Probeunterricht in Fachkabinetten kamen die Schüler mit den Eltern und Kindern über Arbeitsgemeinschaften, die Schülervertretung, Sportwettbewerbe, die „Schülerfirma“, die Stundenpläne und vieles mehr ins Gespräch. Unterricht in Erdkunde auf Englisch im bilingualen Unterricht, anspruchsvolle Projekte im Enrichment-Programm für Hochbegabte, Bläserkurse im Musikunterricht, Abitur in neun Jahren im „G 9“, Förderangebote in Mathe und bei Lese-Rechtschreibschwäche, Arbeitsgemeinschaften – nicht nur die Vielfalt beeindruckte viele Eltern.

„So eine angenehme Atmosphäre habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Schüler und Lehrer präsentieren ihre Schule sehr engagiert und freundlich. Entscheidend ist für uns der Gesamteindruck und ob wir uns wohlfühlen. Diese Schule wird es wohl werden. Hier kümmert man sich nicht nur um den Unterricht, sondern auch um das, was drumherum ist, die Schulsozialarbeit und die Probleme, die auftreten können“, sagte Antje Kreft aus Elmenhorst, die mit ihrem Sohn Julian zum Tag der offenen Tür kam. Um die Entscheidung zu bekräftigen, will sie aber auch noch eine Gemeinschaftsschule kennenlernen.

„Land muss sich mehr um Lehrernachwuchs kümmern“

Andere Eltern wollten wissen, wie Unterrichtsausfall vermieden und der Lehrermangel kompensiert wird. „Wir haben Lehrer, die bisher in Teilzeit sind und jetzt mehr arbeiten. Für kranke Kollegen springen andere wenn möglich ein“, sagte Birgit Roschlaub. „Das Landesministerium muss sich mehr um den Lehrernachwuchs zu kümmern. Wir könnten mehr Referendare ausbilden, aber haben derzeit nur einen“, sagte die Schulleiterin.

Schon in zwei Wochen können die Eltern ihr Kind im Gymnasium anmelden. Das Sekretariat ist dafür vom 24. Februar bis 4. März montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet, mittwochs von 8 bis 16 Uhr. Die neuen Fünftklässler werden am Dienstag, 11. August, eingeschult. Dazu wird um 8 Uhr der ökumenische Einschulungsgottesdienst in der Schwarzenbeker St.-Franziskus-Kirche gefeiert. Daran schließt sich um 9 Uhr die Feier im Forum der Europaschule an. Weitere Informationen zur Schule und zu den Terminen der Einschulungen gibt es online auf der Webseite www.gymnasium-schwarzenbek.de.

Stellenbörse für Ausbildung und Duales Studium

An die neunten bis elften Klassen richtet sich die Stellenbörse für Ausbildung und Duales Studium, zu dem das Gymnasium für Freitag, 14. Februar, 13 bis 17 Uhr, erstmals einlädt – an diesem Tag ist auch der Elternsprechtag. 15 Unternehmen haben Stände im Forum der Schule aufgebaut. Nach den Halbjahreszeugnissen haben Eltern an diesem Nachmittag die Gelegenheit, nicht nur mit Klassen-, sondern auch mit Fachlehrern zu sprechen.

Die Stellenbörse vorbereitet hat eine neue Lehrer-Arbeitsgruppe, die die berufliche Orientierung am Gymnasium stärker etablieren will. Begleitet von schulinternen Stellenbörsen sollen die Gymnasiasten künftig bereits ab der siebten Klasse auf das Berufsleben vorbereitet werden, unter anderem mit dem Verfassen von Bewerbungsmappen sowie der Simulation von Bewerbungsgesprächen.