Wahl im Mai

Rätsel um den nächsten Schwarzenbeker Bürgermeister

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig (r.) hat sich bislang nicht geäußert, ob sie für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht. Auch zwei mögliche Gegenkandidaten wollen sich bislang nicht outen

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig (r.) hat sich bislang nicht geäußert, ob sie für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht. Auch zwei mögliche Gegenkandidaten wollen sich bislang nicht outen

Foto: Denise Ariaane Funke

Wer wird Schwarzenbeks neuer Bürgermeister – oder macht die Amtsinhaberin weiter? Diese Fragen sind vier Monate vor der Wahl offen.

Schwarzenbek. Der Neujahrsempfang am 18. Januar im Forum des Gymnasiums an der Buschkoppel (Beginn: 19 Uhr) könnte der letzte für Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig sein – zumindest in ihrer jetzigen Funktion. Die sechsjährige Amtszeit der 59-Jährigen endet am 30. November. Am 17. Mai wählen die Schwarzenbeker ihren neuen Verwaltungschef. Sollte es mehrere Bewerber geben und keiner die absolute Mehrheit erringen, kommt es zu einer Stichwahl. Dafür ist bereits der 7. Juni als Termin vorgesehen.

Kandidaten halten sich bedeckt

Ob Ute Borchers-Seelig für eine zweite Amtszeit antritt, hat sie trotz mehrfacher Nachfragen bisher offen gelassen. Auch zwei weitere mögliche Bewerber für dieses Amt haben die Gerüchte um ihre Kandidatur bislang nicht bestätigt.

Noch bis zum 23. März um 18 Uhr haben Interessenten Zeit, ihre Bewerbung bei der Stadt einzureichen. Den Termin hat die Stadt öffentlich bekannt gemacht, auf eine Ausschreibung wurde verzichtet.

Wahlen in fünf Kommunen

Zeitgleich mit den Schwarzenbekern stimmen in der Region übrigens die Bürger in Reinfeld, Ammersbek, Trittau und Reinbek über ihre neuen Verwaltungschefs ab. In Reinbek ist Björn Warmer seit 2014 Bürgermeister, er war zuvor Hauptamtsleiter in Schwarzenbek und will auch wieder für das Bürgermeisteramt kandidieren. Das hat der Wentorfer kürzlich bei einer politischen Sitzung bekannt gegeben.

Wer als Bürgermeisterkandidat antreten kann, ist in Paragraf 57 der Gemeindeordnung klar geregelt: Der Bewerber muss über die Wählbarkeit für den Deutschen Bundestag verfügen oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union haben. Am Wahltag muss der Bewerber das 18. Lebensjahr vollendet haben. Über den neuen Bürgermeister entscheiden die Schwarzenbeker. Die Direktwahl gibt es für hauptamtliche Bürgermeister in Schleswig-Holstein seit 1998. Davor stimmten die Politiker in der Stadtvertretung über den künftigen Verwaltungschef ab.

Unabhängige Bewerber brauchen 135 Unterschriften

Wer die Unterstützung einer Partei hat, hat einen weiteren wesentlichen Punkt erfüllt. Die Partei reicht den Wahlvorschlag beim Gemeindewahlleiter ein. Wer als unabhängiger Bewerber antritt muss 135 Unterschriften von wahlberechtigten Schwarzenbeker Bürgern beibringen und bei seiner Bewerbung einreichen.

Seit Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1953 standen fünf Menschen an der Verwaltungsspitze. Ute Borchers-Seelig ist die erste Frau in dieser Position. Ihre Vorgänger waren: Hans Koch (1950-1974), Ralph Schnack (1974-1992), Gerd Krämer (1992-2002) und Frank Ruppert (2002-2014).

Ehemalige Kämmerin siegte 2014

Als die ehemalige Kämmerin im Jahr 2014 als eine von drei Bewerbern zur Bürgermeisterwahl antrat, hatte sie keine politische Unterstützung und ihren Wahlkampf mit einem Team von Freiwilligen geführt. Sie setzte sich gegen Heike Wladow und Christian Carstensen durch. Wladow wurde damals von der CDU unterstützt, Carstensen hatte SPD und FDP hinter sich.