Amtsrichterhaus

Anspruchsvoller Start in die Kultursaison mit Heine

Stella Jürgensen und ihr Gitarrist Andreas Hecht gastieren beim Neujahrskonzert im Schwarzenbeker Amtsrichterhaus.

Stella Jürgensen und ihr Gitarrist Andreas Hecht gastieren beim Neujahrskonzert im Schwarzenbeker Amtsrichterhaus.

Foto: Stefan Huhndorf

Mit einem musikalischen Heinrich-Heine-Abend startete das Amtsrichterhaus ins Neue Jahr. Eine Afrika-Ausstellung folgt als nächstes Highlight.

Schwarzenbek. Den Tod des überheblichen Babylonierkönigs und Tyrannen Belsazar hat Heinrich Heine (1797–1856 in einer Ballade beschrieben, die Musikerin Stella Jürgensen gerne allen Despoten der Welt als Mahnung mit auf den Weg geben möchte. Mit einem eindrucksvollen und zugleich anspruchsvollen Programm mit vertonten Heine-Gedichten begeisterte die Hamburgerin gemeinsam mit ihrem Gitarristen Andreas Hecht das Publikum beim Neujahrskonzert im Amtsrichterhaus.

Lyrik von Heine begeistert

Mehr als 30 Zuhörer kamen und spendeten für das zweieinhalbstündige neue Programm des Ensembles „Stellas Morgenstern“ reichlich Applaus. Bei dem Konzert begeisterten die beiden Interpreten nicht nur mit Originaltexten und englischen Übersetzungen der Lyrik Heines sondern auch mit einem breiten Spektrum virtuos gespielter Zupfinstrumente von Ukulele über Gitarre bis hin zur Zither.

„Die Besucher können sich in diesem Jahr auf ein sehr abwechslungsreiches Programm freuen. Gleich am kommenden Wochenende zeigen wir unsere erste große Ausstellung zum Thema Afrika“, kündigte Susanne Krüger von der Louisenhof gGmbH an, die im Amtstrichterhaus für das Kulturprogramm zuständig ist. Das Neujahrskonzert ist traditionell die erste Veranstaltung im Amtsrichterhaus nach der zweiwöchigen Weihnachtspause.

Afrika-Ausstellung mit Bildern und Kerzen

Die Afrika-Ausstellung wird unter anderem von den „Montagsmalern“ gestaltet – eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen, die Kunst als Therapie nutzen. Außerdem sind Werke von der Keramikerin Anke Hellberg aus Kollow zu Flucht und Vertreibung zu sehen. Der Müssener Holzkünstler Alexis Haeselich zeigt Skulpturen. Die Malerinnen Sonja Märkert und Sandra Ünsever zeigen Bilder mit Landschaften, Tieren und afrikanischen Symbolen. sogar die Kerzenwerkstatt hat sich etwas besonderes ausgedacht: Sie präsentiert Kerzen mit Zebra-, Leoparden- und Giraffenfell-Optik.

Die Ausstellung wird am Sonntag um 15 Uhr eröffnet. Dazu spielt die Trommelgruppe der Louisenhof gGmbH. Die Schau ist bis zum 23. Februar mittwochs und donnerstags von 9 bis 13 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Erste Hafennacht in alten Mauern

Ein Höhepunkt im Frühjahr wird die „Hafennacht“ mit Erk Braren (Gitarre), Uschi Wittich (Gesang) und Heiko Quistorf (Akkordeon). Das Trio spielt maritime Lieder von „La Paloma“ bis hin zum „Ostseelied“ und hat reichlich Seemannsgarn im Gepäck. Das Konzert beginnt am Sonntag, 19. April, um 17 Uhr.

Ein weiterer Höhepunkt im Frühjahrsprogramm wird eine Ausstellung des Nabu zum Thema „Landwirtschaft für morgen“, die ökologische Aspekte des Ackerbaus zeigt (15. April bis 31. Mai).