Thermografie

Spaziergang mit der Wärmebildkamera

Die Wärmebildkamera macht deutlich, wenn ein  Gebäude nicht optimal gedämmt ist.

Die Wärmebildkamera macht deutlich, wenn ein Gebäude nicht optimal gedämmt ist.

Schwarzenbeks Klimaschutzbeauftragte Kirstin Boltz lädt zu einem Thermografie-Spaziergang ein, um Wärmeverluste bei Häusern zu entdecken.

Schwarzenbek. Etwa 15 Prozent des deutschen CO2-Ausstoßes stammen aus privaten Haushalten. Einsparpotenziale sind aber gerade bei älteren Gebäuden hoch. Deshalb bietet die Schwarzenbeker Klimaschutzmanagerin Kirstin Boltz einen „Thermografie-Spaziergang“ an.

Spaziergang mit Wärmebildkamera

In Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sind Boltz und die Teilnehmer im Stadtgebiet unterwegs, im Gepäck haben sie eine Wärmebildkamera. Für die Aktion sucht die Klimaschutzbeauftragte jetzt Hausbesitzer, die sich über den energetischen Zustand ihres Gebäudes informieren wollen.

„Anhand der Gebäude-Thermografie lassen sich praxisnah Einsparpotenziale feststellen, die durch eine energetische Modernisierung erschlossen werden können“, erläutert die Klimaschutzbeauftragte das Konzept. Ein öffentlicher Rundgang könne zwar keine detaillierte Untersuchung ersetzen, gebe jedoch in vielen Fällen erste Informationen darüber, wo Handlungsbedarf bestünde.

Technik funktioniert nur bei trockenem Wetter

Der Rundgang beginnt am Dienstag, 11. Februar, um 17.30 Uhr. Der Termin findet allerdings nur statt, wenn es nicht regnet oder schneit. Denn dann würde die Wärmebildkamera keine verlässlichen Daten liefern.

„Nach einer kurzen Einführung in die Thematik findet der gemeinsame Spaziergang zu ausgewählten Häusern statt, die mit der Wärmebildkamera von außen betrachtet werden“, erläutert die Klimaschutzmanagerin. Abschließend werden die Ergebnisse des Rundgangs gemeinsam analysiert und Tipps für mögliche Sanierungsmaßnahmen gegeben. Treffpunkt ist im Rathaus, Ritter-Wulf-Platz 1.

Die Teilnahme an dem Spaziergang ist kostenlos, aber auf 15 Personen beschränkt. Deshalb ist eine Anmeldung bis zum 24. Januar bei Kirstin Boltz erforderlich. Telefonisch ist die Klimaschutzmanagerin unter der Nummer (0 41 51) 88 11 84 erreichbar oder per E-Mail an kirs tin.boltz@schwarzenbek.de.

Energieausweis

Seit 2009 ist ein Energieausweis Pflicht, für Hauseigentümer bei Verkauf oder Vermietung vorgeschrieben. Die Ausweise sind zehn Jahre gültig. Der Energieausweis enthält wichtige Informationen zum Typ des Gebäudes, dem Baujahr und der Anzahl der Wohneinheiten. Ergänzend zu den Informationen gibt es ein Foto des Gebäudes und eine Beschreibung des Zustandes. Dabei wird auf die Bereiche Fenster, Fassadendämmung, Rohrleitungen sowie vorhandene Anlagentechnik eingegangen. Dokumentiert ist auch der Einsatz erneuerbarer Energien wie die Nutzung von Solartechnik oder der Einsatz von Erdwärmepumpen.

Allerdings ist dabei ein Thermografie-Scan nicht vorgeschrieben. Bei diesem Verfahren, das auch bei dem Spaziergang von Kirstin Boltz verwendet wird, wird die Temperaturverteilung auf einem Gebäude erfasst. Dies wird beispielsweise in der Bautechnik zum Auffinden von Wärmebrücken oder an technischen Geräten im Betrieb genutzt, um Verlustwärmequellen und Defekte zu erkennen.

Für den Energieausweis sind Preise zwischen 25 und 100 Euro üblich. Die Kosten für eine fachgerechte Thermografie liegen zwischen 400 und 600 Euro.