Stadtbücherei

Provisorium im Container schafft viele Probleme

Die Stadtbücherei im Container läuft nicht wirklich reibungslos. Patricia Fasheh berichtet über Probleme mit dem Internetzugang.

Die Stadtbücherei im Container läuft nicht wirklich reibungslos. Patricia Fasheh berichtet über Probleme mit dem Internetzugang.

Foto: Stefan Huhndorf

In der Stadtbücherei gibt es massive Probleme mit der Verbuchung der zurückgegebenen Bücher. Das Internet funktioniert im Container nicht.

Schwarzenbek.  Die Stadtbücherei ist mit knapp 300 Quadratmetern Fläche viel zu klein. Ein größerer Neubau ist in weite Ferne gerückt, da sich die Politiker nicht einigen können, was mit der ehemaligen Realschule passieren soll. Deshalb werden seit mehreren Wochen die alten Räume im Erdgeschoss des Rathauses am Ritter-Wulf-Platz saniert (wir berichteten). Allerdings sind dabei offenbar Probleme aufgetreten. Die geplante Wiedereröffnung zum Jahresende ist nicht zu halten. „Wir werden frühestens im Januar wieder in die bisherigen Räume zurückkehren können“, bestätigt Büchereileiterin Patricia Fasheh.

Ohne Internet geht in der Bücherei nichts

Die Stadtbücherei ist seit Anfang September in Containern auf dem Ritter Wulf Platz untergebracht. Vier Container dienen als Lagerräume, in zwei weiteren werden Bücher ausgeliehen oder zurückgegeben. Das funktioniert allerdings nur bedingt: „Die Container sind aus Metall und schirmen das W-Lan-Signal des Rathauses ab. Das macht das Arbeiten schwierig, weil unser gesamtes Bibliothekssystem webbasiert funktioniert. Ohne Internet geht bei uns überhaupt nichts“, erläutert die stellvertretende Büchereileiterin Amelie Kroll.

Deshalb steht der Ausleihtisch jetzt direkt am Fenster, damit das Signal möglichst ungefiltert ankommt. „Man merkt es aber nicht immer gleich, ob wir Verbindung haben. So kann es passieren, dass Bücher zurückgegeben werden, die Verbuchung aber nicht klappt. Das merkt der Nutzer dann erst, wenn er
eine Mahnung bekommt“, berichtet Patricia Fasheh.

Bücher werden nicht immer verbucht

Das führt allerdings dazu, dass zurückgegebene Bücher über Wochen nicht neu verliehen werden können, da sie als noch verliehen gelten. Für die Mitarbeiter bedeutet das Aufspüren der Bücher eine erhebliche Mehrarbeit.

Außerdem sind sie dabei, den Bestand von aktuell 29.000 Medien wegen des Platzmangels weiter zu reduzieren und die Bücher mit einem Chip für ein neues computergesteuertes Ausleihsystem zu versehen, das im Januar eingeführt werden soll.