Kinderbetreuung

14 neue Tageseltern sind jetzt im Kreis am Start

Die neuen Tagesmütter und -Väter im Kreis sind fertig mit ihrer Qualifizierung und können ab sofort im Kreis Herzogtum Lauenburg angefragt  werden.

Die neuen Tagesmütter und -Väter im Kreis sind fertig mit ihrer Qualifizierung und können ab sofort im Kreis Herzogtum Lauenburg angefragt  werden.

Foto: Kerstin Dlugi

Zwölf Tagesmütter und zwei Tagesväter sorgen für Entspannung angesichts der knappen Kita-Plätze im Herzogtum Lauenburg.

Schwarzenbek. Aktuell gibt es 1008 Krippen-, Kita- und Hortplätze in der Stadt. Weitere Angebote werden im Neubau der Kita Kichererbse an der Buschkoppel sowie in den Erweiterungen der Kitas St. Elisabeth am Verbrüderungsring und der Kita Knöpfchen an der Grabauer Straße geschaffen. Trotzdem reicht das Angebot in der wachsenden Stadt nicht aus. „Es gibt eine Warteliste“, bestätigt eine Rathaus-Mitarbeiterin. „Wir weisen Eltern auf die Möglichkeit hin, auf Tagesmütter auszuweichen. Eine entsprechende Liste mit Namen und Adressen gibt es bei uns und beim Kreis.“

Mehr Plätze in der Kinderbetreuung

Entlastung schaffen die Tagesmütter und -väter, die seit mehreren Jahren ausschließlich in der evangelischen Familienbildungsstätte in Schwarzenbek ausgebildet werden. Vor einigen Jahren gab es auch Lehrgänge bei Volkshochschulen, die haben sich jedoch mittlerweile aus der Ausbildung von Tagespflegekräften zurückgezogen.

Conny Schermann von der Familienbildungsstätte sagt: .„Wir haben jetzt bereits den zwölften Jahrgang geschult und somit mehr als 120 Tagesmütter und -väter ausgebildet.“ Die Nachfrage sei gewaltig. „Da wir pro Lehrgang nur begrenzt Plätze haben, mussten wir mehreren Interessenten absagen.“ Nun haben zwölf Tagesmütter und zwei Tagesväter ihre Ausbildung beendet und die Zertifikate bekommen. Sie verstärken das Netz von aktuell rund 100 Tagesmüttern und -vätern im Kreisgebiet, elf davon in Schwarzenbek.

160 Stunden für die Ausbildung

Aktuell dauert die Ausbildung bei der Familienbildungsstätte 160 Stunden. Davon entfallen 40 Stunden auf die Praxis, der Rest ist Theorie. Dabei geht es sowohl um pädagogische Grundlagen als auch um Sicherheitsaspekte und gesunde Ernährung.

Allerdings sollen die Qualitätsstandards im kommenden Jahr angehoben werden. „Geplant ist eine Ausweitung auf 560 Unterrichtsstunden – als o mehr als das Dreifache. Wir sind in Gesprächen mit dem Kreis, wie wir das hinbekommen“, so Conny Schermann von der Familienbildungsstätte. Kreissprecher Tobias Frohnert bestätigt: „Es ist richtig, dass sich die rechtlichen Grundlagen demnächst ändern. Damit soll eine höhere Qualität in der Ausbildung gewährleistet werden.“

Kreis überwacht die Standards

Damit auch die private Tagesbetreuung von Kindern einen hohen Standard hat, überwacht der Kreis die Tagesmütter und -väter. Neben dem Zertifikat von der Familienbildungsstätte ist eine Genehmigung des Kreises erforderlich. „Dabei geht es eben der Grundqualifikation der Tageseltern auch um die Eignung der Räume“, erläuterte Frohnert. Für die Überwachung im laufenden Betrieb ist aktuell ein Mitarbeiter vom Fachdienst Kindertagespflege zuständig, dieser Bereich wird um eine halbe halbe Stelle aufgestockt.