Beitragserhöhung

Sport im TSV Schwarzenbek wird künftig teurer

Alexander Langpap und Jil Mona Rutzen sind die neuen FSJler im TSV. Sie entlasten das Ehrenamt.

Alexander Langpap und Jil Mona Rutzen sind die neuen FSJler im TSV. Sie entlasten das Ehrenamt.

Foto: TSV Schwarzenbek

Schwarzenbek. Die Kosten steigen, Rücklagen gibt es nicht. Erstmals seit fünf Jahren erhöht der TSV Schwarzenbek deshalb jetzt die Beiträge.

Schwarzenbek. Wer in der Europastadt Vereinssport treiben will, muss ab dem kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen: Erstmals seit fünf Jahren erhöht der TSV Schwarzenbek die Preise. Bisher zahlen Erwachsene einen Grundbeitrag in Höhe von 6,50 Euro, Kinder und Jugendliche von 4,25 Euro im Monat. Zum 1. Januar 2020 steigt der Beitrag um 2,50 Euro auf 9 Euro für Erwachsene und um 1,50 Euro auf 5,75 Euro für Kinder und Jugendliche.

Letzte Anpassung in 2014

Diese Steigerung rechtfertigt der Vorstand mit dem langen Zeitraum seit der letzten Gebührenanpassung im Jahr 2014. Neben dem Grundbetrag zahlt jedes der knapp 3000 Mitglieder einen weiteren monatlichen Beitrag für die jeweilige Abteilung, in der es aktiv ist: Der liegt etwa zwischen 23,50 Euro für Erwachsene und 12,50 Euro für Kinder beim American Football sowie zwischen 1,60 Euro und 1,10 Euro in der Radsportabteilung.

Andere Vereine nehmen höhere Beiträge

„Im Vergleich zu anderen Sportvereinen unserer Größenordnung in unserer Region sind die Mitgliedsbeiträge auch nach der Erhöhung weiter unterdurchschnittlich“, sagt TSV-Geschäftsführerin Mareike Busch. Zum Vergleich: Bei der Möllner SV zahlen Erwachsene derzeit 11,50 Euro und Kinder/Jugendliche 9 Euro im Monat als Grundbeitrag. Beim VfL Geesthacht sind es 15 und 10 Euro, jeweils zuzüglich eines Spartenbeitrags. Etwas anders ist es bei Sportvereinen mit nur einem Angebot wie Fußball-, Judo- oder Reitvereinen. Weil dort kein Spartenbeitrag fällig ist, ist der Grundbeitrag höher: Beim Fußballclub SC Schwarzenbek liegt der zwischen 8,30 und 19 Euro.

Rücklagen für Notfälle fehlen

Bei einem Jahresetat von einer halben Million Euro habe der Verein in den vergangenen fünf Jahren keine Möglichkeit gehabt, Rücklagen für Notfälle anzulegen. Auch deshalb, so Busch, sei die Erhöhung jetzt notwendig – vor allem, weil ein Großereignis ansteht: 2024 wird der Verein sein 125-jähriges Bestehen feiern. Doch die Beitragserhöhung soll noch einem weiteren Zweck dienen: der Entlastung des Ehrenamts. Seit eineinhalb Jahren beschäftigen sich Arbeitsgruppen im Verein damit, diesen fit für die Zukunft zu machen. Ein Problem ist, dass es immer schwerer wird, Vereinsmitglieder für die Arbeit in Abteilungs- und Gesamtvorstand zu begeistern. Seit dem Rücktritt des Vorsitzenden Peter Stimper im Mai diesen Jahres wird der TSV zum Beispiel kommissarisch vom Vize-Vorsitzenden Jan-Christoffer Rabe geführt.

Geschäftsstelle wird aufgewertet

Die Geschäftsstelle, bisher mit Busch, Florian Leibold sowie zwei FSJlern besetzt, soll deshalb aufgewertet werden. Mit einem neuen Konzept, das die Ehrenamtler entlastet, will der TSV ab dem kommenden Jahr die ehrenamtliche Vorstandsarbeit attraktiver machen, um so wieder Nachwuchs für die Führungspositionen zu gewinnen.