Lauenburger Strasse

Schwarzenbeks Feuerwehrleute üben im Abrisshaus

Ein geplatzter Schlauch flutete die Lauenburger Straße bei der Übung mit Löschschaum.

Ein geplatzter Schlauch flutete die Lauenburger Straße bei der Übung mit Löschschaum.

Foto: Timo Jann

Schwarzenbek. Die Übung war als Geheimsache vorbereitet worden. Und bot ein sehr realitätsnahes Szenario.

Schwarzenbek. Heller Feuerschein hinter den Fenstern im Erdgeschoss, Rauchschwaden aus den geöffneten Fenstern im Obergeschoss und Menschen, die um Hilfe rufen: Es dauerte eine Weile, bis Schwarzenbeks Feuerwehrleute merkten, dass es sich bei diesem Szenario um eine Übung handelte. Möglich wurde die ungewöhnlich realistische Übung durch ein Abrisshaus an der Lauenburger Straße 22. „Wir konnten hier spontan üben, mussten auf die Substanz keine Rücksicht nehmen“, sagt Feuerwehrchef Thorsten Bettin.

Die Feuerwehrmänner Andreas Böttcher und Rene Riese hatten unter strenger Geheimhaltung mit dem Abbruchunternehmen Scherfisee und dem Bauunternehmen Lüth die Übung verabredet und alles vorbereitet. Die Firma Lüth lässt die ehemalige Tischlerei Kraus mit Laden und Werkstatt abreißen, um Platz für ein neues Mehrfamilienhaus zu schaffen. Böttcher: „Für uns genau die richtige Location.“

Um 19.26 Uhr lösten am Freitagabend die Melder der Retter aus, sie rasten mit zwei Löschfahrzeugen, der Drehleiter und dem Mehrzweckfahrzeug zur angegebenen Adresse. „Das alte Haus bot uns gute Möglichkeiten, auch durch seine engen Treppenhäuser. Und die Opfer spielten ihre Rolle einwandfrei“, berichtet Wehrführer Bettin.

Realistisch auch ein unbeabsichtigter Schlauchplatzer, der die Straße mit weißem Druckluftschaum flutete, sodass es aussah, als hätte es geschneit. Die Lauenburger Straße war während der Übung etwa eine Stunde lang voll gesperrt, Autofahrer mussten über die Seestern-Pauly-Straße und die Meiereistraße ausweichen.