Warnwesten für Kita-Kinder

In Gelb und mit Gottes Segen

Der Kirchenkreis verteilt zum Herbst 2000 Warnwesten an die Kinder der kirchlichen Kitas im Kreis: Als erste durften die Kinder der Eichhörnchen-Gruppe der Wald-Kita in die neuen Westen schlüpfen.

Der Kirchenkreis verteilt zum Herbst 2000 Warnwesten an die Kinder der kirchlichen Kitas im Kreis: Als erste durften die Kinder der Eichhörnchen-Gruppe der Wald-Kita in die neuen Westen schlüpfen.

Foto: Marcus Jürgensen

Schwarzenbek. Bisher gab es gelbe Warnwesten meist erst in der Grundschule. Der Kirchenkreis stattet seine Kita-Kinder jetzt ebenfalls damit aus.

Schwarzenbek. Rechtzeitig zum Herbstbeginn hat der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg die Kinder der kirchlichen Kitas im Kreisgebiet mit gelben Warnwesten ausgestattet. Die Westen in einheitlichen Größen haben zwei reflektierende Streifen und können einfach übergezogen werden. „Die Idee dafür ist von Kita-Leiterin Christina Bethien aus Schwarzenbek ausgegangen“, sagt Susanne Wenck-Bauer, Leiterin des Fachdienstes Evangelische Kindertagesstätten der Ratzeburger Kirchenkreisverwaltung.

Idee entstand im Elternbeirat

Die will das Lob aber nicht für sich allein: „Die Idee entstand vor einem Jahr in unserem Elternbeirat. Ich habe sie nur auf die Kirchenkreisebene weitergetragen“, sagt Bethien. Insgesamt 2000 Warnwesten hat der Kirchenkreis geordert, erläutert Wenck-Bauer: „Wir fanden die Anregung gut, haben deshalb bei unseren 55 kirchlichen Kitas im Kreisgebiet den Bedarf abgefragt und sind anschließend auf Sponsorensuche gegangen“, so die Fachdienstleiterin. Fündig wurde der Kirchenkreis bei der Lübecker Margot und Jürgen Wessel Stiftung, die die Aktion mit 7000 Euro unterstützt.

Geld von der Wessel Stiftung

Die 2007 gegründete Stiftung verwaltet einen Teil des Erbes der Stiftungsgründer und hat sich die Förderung von Bildung und Wissenschaft ebenso zum Ziel gesetzt wie die Förderung des Heimatgedankens und die Unterstützung von Jugendlichen und Kindern. „Der Kirchenkreis hat noch 1000 Euro dazugegeben, damit wir die 2000 Stück bestellen konnten“, sagt Susanne Wenck-Bauer.

Für den Ausflug in die Stadt

Die ersten Schlupfwesten gingen nun an Kinder der Kita St. Elisabeth, jedoch nicht an die Gruppe im Haus am Verbrüderungsring 41, sondern an die derzeit 17 Kinder der Waldgruppe „Die Eichhörnchen“. Sie haben ihren Hauptsitz im Neubaugebiet Im Holtern: Am Ende des Wohngebiets steht ein Container, der aber nur bei ganz schlechtem Wetter als Rückzugsort dient – ansonsten sind die mit Regenhosen und -jacken wetterfest ausgerüsteten Drei- bis Fünfjährigen mit ihren Erzieherinnen Sanda Ozols und Wiebke Rohland täglich im Wald unterwegs.

„Im Wald brauchen die Kinder die Westen natürlich nicht“, sagt Rohland, aber für Ausflüge in die Stadt. Beim gestrigen Weltkindertag trugen die „Eichhörnchen“-Kinder die Westen mit dem Motto der kirchlichen Kitas „Mit Gott groß werden“ bereits bei einem Kindergottesdienst in der St.-Franziskus-Kirche. Die Kinder in den übrigen Kitas erhalten die Westen in den nächsten Tagen.

Westen machen Kinder sichtbar

Hintergrund der Aktion: Automobilclubs und Verkehrswacht empfehlen die reflektierenden Westen und verteilen diese auch regelmäßig – vor allem jedoch an Grundschulen. Westen auch für Kita-Kinder, die zumeist von ihren Eltern gebracht werden, sind noch die Ausnahme. Für Gruppenausflüge sind sie aber durchaus sinnvoll. „Nur wenige unserer Kitas waren bereits mit Warnwesten ausgestattet, die meisten haben jetzt unsere Westen geordert“, sagt Wenck-Bauer.