Verwaltungsreform

Jugendarbeit wird im Rathaus besser koordiniert

Teile der Verwaltung sind in die Allensteiner Straße 46 umgezogen.

Teile der Verwaltung sind in die Allensteiner Straße 46 umgezogen.

Foto: Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. Bislang waren Kinder- und Jugendarbeit auf mehrere Fachbereiche im Rathaus verteilt. Nun werden alle Aktivitäten gebündelt.

Schwarzenbek.  Über ein Jahr lang haben die Politiker 2016 um die Verwaltungsstrukturanalyse durch ein externes Unternehmen gerungen. 2017 ging der Auftrag an die Firma Kienbaum Consulting, seit einigen Monaten liegen Ergebnisse vor. Jetzt haben die Politiker im Hauptausschuss erste Weichenstellungen vorgenommen, um die Verwaltung mit rund 100 Mitarbeitern effektiver zu machen.

Relativ einfach umzusetzen sind die von den Gutachtern vorgeschlagenen Änderungen in der Organisationsstruktur bei den Fachbereichen 1 (Öffentliche Sicherheit und Soziales) sowie 2 (Bildung, Sport und Kultur).

Pädagogische Inhalte werden besser vernetzt

Kernpunkt dabei ist, dass alle Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit jetzt im Fachbereich 2 gebündelt werden. „Durch die Verlagerung der Jugendangelegenheiten inklusive der Leitung dieses Sachgebiets können die pädagogischen Inhalte besser aufeinander abgestimmt werden“, sagt Petra Scheerer, die die externe Analyse durch die Kienbaum-Gutachter verwaltungsseitig betreut hat.

Damit werden die Kinder- und Jugendangelegenheiten gebündelt. „Das vorhandene Personal kann sein Wissen gezielt für die interne Konzeption und Betreuung einsetzen“, so Scheerer weiter.

Enge Zusammenarbeit von Jugendpflege und Schulsozialarbeit

Das ermöglicht beispielsweise eine engere Zusammenarbeit von Jugendpflege und Schulsozialarbeit. Auch Offene Ganztagsbetreuung soll mit in die Jugendarbeit integriert werden. Bei auftretenden Problemen kann so besser gegengesteuert werden. Auch sind pädagogische Konzepte besser zu erarbeiten.

Gebündelt werden auch die bislang voneinander getrennten Bereiche Archiv/Kultur und Stadtbücherei. Auch hier sollen Synergieeffekte entstehen.

Schwerer umzusetzen sind anscheinend die unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutierten Empfehlungen der Gutachter in den anderen drei Fachbereichen Bauen/Umwelt, Zentrale Steuerung/Service und Finanzmanagement. „Die Änderungen sind ein erster Schritt. Die Reform der Verwaltung auch in den anderen Teilen geht weiter. Aber das wird ein längerer Prozess“, sagte Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig.

Außenstelle in Betrieb

Nach längerer Verzögerung durch Probleme mit dem zweiten Rettungsweg (wir berichteten) ist jetzt auch die Außenstelle des Rathauses im ehemaligen Telekomgebäude an der Allensteiner Straße in Betrieb. Dort sind IT und Finanzmanagement untergebracht. Der Mietvertrag läuft zwei Jahre.