Leben auf dem Lande

Herbstmarkt mit Eisenbahn, Kunsthandwerk und Falken

Herbstmarkt auf Gut Basthorst vom 6. bis 8. September: Hannelore Lay, Enno und Milana von Ruffin, Markt-Organisatorin Christa Seibt, Falkner Denis Askun und Michael Hagel (v.l.) laden zum Bummeln ein.

Herbstmarkt auf Gut Basthorst vom 6. bis 8. September: Hannelore Lay, Enno und Milana von Ruffin, Markt-Organisatorin Christa Seibt, Falkner Denis Askun und Michael Hagel (v.l.) laden zum Bummeln ein.

Foto: Marcus Jürgensen

Basthorst. Das historische Gutsgelände bietet die Kulisse für den traditionellen Herbstmarkt in Basthorst. Erstmals ist eine Feldbahn dabei.

Basthorst.  Von Freitag bis Sonntag laden Milana und Enno von Ruffin gemeinsam mit Kunsthandwerkerin Christa Seibt zum Herbstmarkt nach Basthorst. Unter dem Motto „Leben auf dem Lande“ gibt es an den drei Tagen jedoch nicht nur Kunsthandwerk, Jagd-, Hunde- und Gartenbedarf sowie Kutschfahrten in die Umgebung – sondern erstmals auch eine echte Eisenbahn.

Die Schwarzenbeker Eisenbahnfreunde bauen für das Marktwochenende ihre Feldbahn auf, verlegen die Gleise auf dem historischen Kopfsteinpflaster des Gutshofes vom Kuhstall bis zum Kinderbereich. „Weil sie relativ einfach aufzubauen waren, hatten früher viele Güter und große Bauernhöfe so eine Feldbahn. Vom Gut Gülzow etwa führte eine Strecke bis nach Schwarzenbek“, berichtet Michael Hagel, Vorsitzender der Eisenbahnfreunde.

Vorführungen mit Falke und Wüstenbussard

Während die Feldbahn kleine wie große Gäste transportiert, sind Angebote wie Ponyreiten, Karussell und Bungee-Trampolin ausschließlich den Kindern vorbehalten. Dazu kommt der Tierpark Sickte mit einem Streichelzoo und die Akiwa-Märchenwerkstatt. Denis Askun von der Falknerei „Eulenspiegel“ aus Nusse zeigt an allen drei Tagen Flugvorführungen mit Falke und Wüstenbussard.

Auch für die Großen gibt
es reichlich Attraktionen: Schmiede, Restauratoren und Floristen führen ihr Können vor Ort vor. „Der Schmied fertigt sogar auf Bestellung: Wer morgens sagt, was er braucht, kann das Teil abends abholen“, frohlockt Christa Seibt, die den Markt seit 2001 organisiert. Sie empfiehlt auch die Stände, die Tischwäsche und Bekleidung aus altem Leinenstoff anbieten sowie selbst gefertigtes Holzspielzeug und Möbel im Angebot haben. Wer einen Apfelbaum besitzt, kann die möglicherweise unbekannte Sorte zur Bestimmung durch den Hamburger Pomologen Olaf Dreyer mitbringen.

Gottesdienst unter freiem Himmel

Höhepunkt am Sonntag ist neben dem Gottesdienst im Park mit Ex-Michel-Pastor Helge Adolphsen und seiner Basthorster Kollegin Caroline Boysen (11 bis 12 Uhr) die Schleppjagd des Hamburger Schleppjagdvereins. Gegen Mittag gehen die Nachwuchsreiter des Vereins mit einer Hundemeute auf die Strecke. Gejagt wird jedoch kein Tier: Ein Reiter legt mit einem Geruchsköder die Spur, der Hunde und Reiter folgen.

Von 15 bis 18 Uhr spielen am Sonntag auch die Möhnsener Musikanten mit Blasmusik auf, vormittags kommen sonnabends und sonntags Jazzfreunde mit „JazzBreeze“ auf ihre Kosten.

Der Eintritt zum Herbstmarkt kostet 6 Euro, Kinder unter 16 Jahren sind frei.