Grundschule Nordost

Einschulung wird mit 160 Kindern dreifach gefeiert

Die Viertklässler proben in der Turnhalle das Theaterstück, mit dem sie die ABC-Schützen begrüßen..

Die Viertklässler proben in der Turnhalle das Theaterstück, mit dem sie die ABC-Schützen begrüßen..

Foto: Marcus Jürgensen

Schwarzenbek. Die Choreografie passt, der Text sitzt: Seit Montag haben Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen der Verbandsschule Nordost das Theaterstück einstudiert, mit dem sie heute die neuen Erstklässler begrüßen werden – und das gleich drei Mal. Denn um alle 160 Schüler – 149 Erstklässler und elf Kinder, die das erste Schuljahr im Rahmen der flexiblen Eingangsphase wiederholen – samt Eltern und Verwandten aufzunehmen, ist die Turnhalle zu klein.

Erst Theater, dann in die Klassen

Deshalb sind gleich drei Einschulungsfeiern nötig, die um 10 Uhr für die Klassen 1 a, 1 c und 1 g beginnen. Um 10.45 Uhr folgt die zweite Feier (Klassen 1 b und 1 d) und um 11.30 Uhr (1 e und 1 f) die dritte. Jeweils eine Stunde früher lädt die evangelische Kirchen­gemeinde in St. Elisabeth
am Verbrüderungsring 41 zum Einschulungsgottesdienst ein. Nach kurzen Ansprachen von Schulleiterin Liane Maier und Bürgervorsteher Matthias Schirmacher und dem Theaterstück geht es in die Klassenräume, wo bereits der Schulfotograf wartet. „Effektiv bleiben etwa 20 Minuten, in denen Klassenlehrer und Schüler Zeit haben, sich kennenzulernen“, so Maier.

Kooperation mit den Kitas

Die meisten Erstklässler kennen ihre Schule bereits: „Wir arbeiten eng mit zehn Kitas zusammen, die uns mit ihren künftigen Schulkindern schon besucht haben“, berichtet die Schulleiterin. Verirrt sich dennoch mal ein Kind im Schulkomplex, stehen die Paten aus der vierten Klasse bereit: Jeder der sieben ersten Klassen sind zwei bis vier Paten zugeordnet. Jede Klasse erhält zudem ein Tiersymbol, dass sie über die vier Grundschuljahre behält.

Die Raumprobleme sind vorerst behoben: Weil Hort und Förderzentrum jeweils einen Klassenraum abgeben und ein Computerraum umgewandelt wird, sind derzeit genügend Klassenzimmer vorhanden. Der ehemalige Werkraum wird jetzt von der Offenen Ganztagsschule genutzt, der Naturwissenschaftsraum ist derzeit ein Lager: Bis die zwei neuen Container aufgestellt werden, lagern hier Schränke, Tische und Unterrichtsmaterialien der beiden Einrichtungen. Offen ist, was im nächsten Jahr geschieht: Der Schulverband strebt an, eine Kapazitätsgrenze bei 125 Schülern pro Jahrgang zu setzen.

Raumprobleme setzen sich fort

Maier geht aber nach den aktuellen Zahlen bereits jetzt davon aus, dass diese allein durch die Schüler aus dem Einzugsbereich der Schule überschritten werden könnte. Und selbst bei nur fünf oder sechs neuen ersten Klassen, würde sich das Raumproblem wiederholen, denn nur Schüler aus vier vierten Klassen verlassen 2020 die Schule. Kapazitätsprobleme gibt es auch bei den Parkplätzen: Für die
68 Mitarbeiter aus Schule, Förderzentrum und Hort gibt es nur 29 Stellplätze. „Von unseren 36 Lehrern wohnen fünf in Schwarzenbek, die anderen kommen von außerhalb“, sagt Maier. Sie bittet die Eltern daher, auch beim heutigen Einschulungstermin weiträumig zu parken und möglichst mit den Kindern zu Fuß zur Schule zu kommen.