Feuerwehr Schwarzenbek

Gut gerüstet für Weltmeisterschaft in La Rochelle

Falk Milbrandt, Jan-Reinhard Riffel, Tobias Lahode, Stella Mau, Lars Militzer und Lara Drews (von links) sind das Wettkampfteam der Feuerwehr Schwarzenbek für die Weltmeisterschaft in der Unfallrettung in La Rochelle.

Falk Milbrandt, Jan-Reinhard Riffel, Tobias Lahode, Stella Mau, Lars Militzer und Lara Drews (von links) sind das Wettkampfteam der Feuerwehr Schwarzenbek für die Weltmeisterschaft in der Unfallrettung in La Rochelle.

Foto: Timo Jann

Schwarzenbek. In fünf Wochen kämpft ein Team der Feuerwehr Schwarzenbek im französischen La Rochelle um den Weltmeistertitel der Retter.

Schwarzenbek.  Der Countdown läuft: In fünf Wochen startet eine Mannschaft der Schwarzenbeker Feuerwehr bei der Weltmeisterschaft der Unfallretter. Vom 12. bis 15. September messen sich Lara Drews, Stella Mau, Tobias Lahode, Falk Milbrandt und Lars Militzer unter dem Kommando von Teamkapitän Jan-Reinhard Riffel als amtierender deutscher Meister im französischen La Rochelle mit den
besten Rettungsmannschaften der Welt.

Sechs Trainingstage absolviert

„Mittlerweile hat das Team an sechs Trainingstagen mehrere Autos zerlegt, um für die Weltmeisterschaft zu trainieren“, berichtete Jan Piossek. Der Zugführer der Feuerwehr koordiniert das Training. Zur Unterstützung hatte er Dr. Stefan Paulutat aus Kaltenkirchen eingeladen. Der Landesfeuerwehrarzt war mehrfach selbst als Teamkapitän bei Welttitelkämpfen in der Unfallrettung am Start. „Es läuft super hier“, befand der Mediziner nach zwei weiteren Übungsdurchgängen: „Das Team scheint mir gut vorbereitet zu sein.“

In der verbleibenden Vorbereitungszeit gehe es jetzt nur noch um Feinheiten, so Paulutat. „Wie wir auf Bildern von früheren Weltmeisterschaften schon sehen konnten, sind die Unfallszenarien, die auf das Team warten, deutlich anspruchsvoller als bei der deutschen Meisterschaft“, ergänzte Piossek. Das bestätigte auch Paulutat: „Die Szenarien sind deutlich aufwendiger gestaltet, die Fahrzeuge massiver verformt.“

Aufwendige Szenarien bei der WM

Erkenntnisse, auf die im Training bereits reagiert wurde. Dazu kommt, dass die Kommandos, die Lagemeldungen und die Patientenübergabe auf Englisch erfolgen müssen. „Da haben wir uns vorbereitet, das klappt“, sagte Riffel zufrieden. Zusätzlich zu den zehn und 20 Minuten langen Szenarien muss bei der Weltmeisterschaft auch ein sehr komplexes Lagebild in 30 Minuten abgearbeitet werden. Der Teamkapitän muss die Lage erkunden, beurteilen, den optimalen Rettungsweg und möglichst zwei Alternativen festlegen. Paulutat: „Da ist man genauso angespannt wie bei einem echten Unfall. Verantwortung und Herzrasen sind beinahe identisch.“

Bei der deutschen Meisterschaft im nordrhein-westfälischen Hemer waren die Schwarzenbeker zum ersten Mal bei einem nationalen Wettkampf an den Start gegangen und hatten prompt überzeugt. Damit hatten sie die Qualifikation für La Rochelle geschafft. „Jetzt wollen wir mal sehen, was da so geht. Im Blick haben wir aber vor allem das Wohlergehen von Unfallbeteiligten bei uns im Heimatgebiet, denen wir dank neuer Erfahrungen immer besser helfen können“, sagte Piossek.

Team ist gut vorbereitet

Landesfeuerwehrarzt Dr. Stefan Paulutat war nach dem Training in Schwarzenbek zufrieden. „Das Team hat einen gut gefüllten Werkzeugkasten, die wissen, was sie wie lösen können. Nun kommt es darauf an, auf die nötigen Maßnahmen zurückgreifen zu können“, zog er Bilanz, mahnte aber auch: „Die Feuerwehr kann noch so gut vorbereitet sein und arbeiten. Man wird aber nie jedes Unfallopfer retten können.“

Die Stadt ist jedenfalls stolz auf ihre Retter. Das haben Politiker und Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig mehrfach deutlich gemacht. Deshalb hat die Verwaltung auch eine Ausfallbürgschaft für die Reisekosten in Höhe von rund 12.000 Euro übernommen.