Rescue Challenge

Bon voyage zur Feuerwehr-Weltmeisterschaft

Diana Habenicht und Bernhard Böttel (FWS) überreichten  den Feuerwehrleuten Nils Hilger, Thorsten Bettin und Jan Piossek (v.l.) 150 Euro für die Teilnahme an der Rescue Challenge in La Rochelle.

Diana Habenicht und Bernhard Böttel (FWS) überreichten den Feuerwehrleuten Nils Hilger, Thorsten Bettin und Jan Piossek (v.l.) 150 Euro für die Teilnahme an der Rescue Challenge in La Rochelle.

Foto: Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. Völlig unerwartet hatten Feuerwehrleute bei ihrer ersten Teilnahme die Rescue-Challenge gewonnen und sich für die WM qualifiziert.

Schwarzenbek.  Vor drei Wochen holten sie völlig überraschend im nordrhein-westfälischen Hemer den Deutschen Meistertitel bei der Rescue Challenge. Im September werden Schwarzenbeks Retter bei der Weltmeisterschaft im französischen La Rochelle antreten. Die Reise ist gesichert, weil Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig nicht nur „grünes Licht“ gegeben hat, sondern die Stadt damit auch die Reisekosten übernimmt. Allerdings soll die Summe eher als eine Art Ausfallbürgschaft genutzt werden.

12.000 Euro kostet Reise nach La Rochelle

„Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Eigentlich ist alles klar, es fehlen nur noch einige Unterlagen von den Versicherungen“, sagte Wehrführer Thorsten Bettin jüngst im Bauausschuss. Damit die Kosten für die Stadt nicht zu hoch werden, sind die Retter jetzt auf Sponsorensuche. Erste Spenden für die rund 12.000 Euro teure Reise sind bereits eingegangen. Bauunternehmer und CDU-Stadtvertreter Günter Studt spendete spontan 1500 Euro. Diana Habenicht und Bernhard Böttel von der Wählergemeinschaft FWS übergaben 150 Euro.

Stadt profitiert von Erfahrungen der Retter

„Wir werden die Reise selbstverständlich auch unterstützen. Aber es wäre auch gut, wenn Firmen und Bürger, für deren Sicherheit die Feuerwehr ehrenamtlich sorgt, sich beteiligen würden“, sagte Heinz-Werner Rose (SPD), der dem Förderverein angehört.

„Wir sind stolz. Diese Leistung ist gut für das Image der Stadt. Die Reise ist keine Belustigung, sondern dient der Sicherheit unserer Bürger. Wir hoffen aber, dass viele Sponsoren und Spender die Stadtkasse bei der Finanzierung der Fahrt entlasten“, sagte der Bauausschussvorsitzende Hans-Jürgen Stribrny (CDU).

„Wir haben bei dem Wettkampf in Hemer gesehen, dass diese Ausbildungsmethode und der Austausch mit anderen Wehren der richtige Weg ist. Wir werden in jedem Fall bei Einsätzen in der Stadt von den Erfahrungen in Hemer und La Rochelle profitieren“, erklärte Bettin.

Schwarzenbeker Feuerwehrleute vertreten Deutschland

Aus Schwarzenbek werden 14 Feuerwehrleute im September in das 1400 Kilometer entfernte La Rochelle an der französischen Atlantikküste reisen. Drei sind im Kleinbus der Jugendfeuerwehr mitsamt der erforderlichen Ausrüstung unterwegs, elf Retter fliegen von Hamburg nach Nantes.

Vor Ort wird die Mannschaft in einem Ferienhaus leben, um die Kosten gering zu halten. Für den Transport zum Wettkampfort und den Veranstaltungen rund um die Rescue Challenge benötigen die Retter zusätzlich noch einen Leihwagen. Die gesamte Tour kostet damit 12.871,60 Euro, wie das Team um Wehrführer Thorsten Bettin akribisch ausgerechnet hat.

Streit um Gebührensatzung

Dass Feuerwehrleute bei der Buchführung sehr genau sind, brachte Thorsten Bettin während der Bauausschusssitzung ebenfalls noch einmal deutlich zum Ausdruck. Wie berichtet, hatte es kürzlich Streit bei den Beratungen um die Feuerwehrgebührensatzung gegeben. „Wir waren dazu leider nicht eingeladen. Es ist schade, wenn über jemanden gesprochen wird und nicht miteinander“, sagte der Wehrführer verärgert.

Hintergrund: Über die alle drei Jahre anzupassende Feuerwehrgebührensatzung beschließt am Donnerstag, 20. Juni, die Stadtvertretung (19 Uhr, Rathaus). Im Vorfeld gab Unstimmigkeiten, weil zwar für alle zehn Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Fahrtenbücher vorliegen, die gefahrenen Kilometer aber nicht nach Einsatzfahrten und andere Fahrten wie für Schulungen oder Ausflüge der Jugendwehr aufgelistet waren.

„Wir haben alle Zahlen. Die Bücher liegen vor. Aber für einen Zeitraum von drei Jahren für jedes einzelne Fahrzeug die Fahrten zu sondieren und aufzuaddieren, das können wir personell nicht leisten“, betonte der Wehrführer.

Spendenkonto für Reisekosten

Wer für die Reise der Feuerwehr zur Weltmeisterschaft nach La Rochelle spenden möchte, kann Geld auf das Konto der Stadt Schwarzenbek bei der Raiffeisenbank Lauenburg überweisen. IBAN DE59 2306 3129 0000 4917 05, Kassenzeichen: PK 01-00204444 Stichwort: Feuerwehr WM.