Kultursommer am Kanal

Kultursommer startet mit einer Salzkarawane

Zur Eröffnung gibt es am Sonnabend, 15. Juni, ein "Salzfest" am Elbe-Lübeck-Kanal in Berkenthin. Conner (11), Mia (11), Magnus(12), Annika (11) und Julian (11.v.l.) vertraten die Zehntklässler der Stecknitzschule beim Flaggenalphabet, weil zeitgleich zum Fototermin die Mathe-Klausuren anstanden.

Zur Eröffnung gibt es am Sonnabend, 15. Juni, ein "Salzfest" am Elbe-Lübeck-Kanal in Berkenthin. Conner (11), Mia (11), Magnus(12), Annika (11) und Julian (11.v.l.) vertraten die Zehntklässler der Stecknitzschule beim Flaggenalphabet, weil zeitgleich zum Fototermin die Mathe-Klausuren anstanden.

Foto: Marcus Jürgensen

Berkenthin. Zur Eröffnung des Kultursommers am Kanal gibt es in diesem Jahr erstmals in Berkenthin ein Salzfest.

Berkenthin/Mölln.  „Wir sind sehr stolz, dass wir in diesem Jahr den Start des Kultursommers ausrichten dürfen“, freut sich Berkenthins Bürgermeister Michael Grönheim. Im vergangenen Jahr hatte die 2000 Einwohner zählende Gemeinde am Elbe-Lübeck-Kanal östlich von Ratzeburg erstmals am Kultursommer teilgenommen, ein Jahr später darf sie sogar das Eröffnungsfest ausrichten. Eine doppelte Premiere: Erstmals wird die Eröffnung direkt am Kanal und zudem nicht im städtischen Umfeld, sondern auf dem Dorf gefeiert. „Als Michael Grönheim im November 2017 erstmals Kontakt zu uns aufnahm, haben wir gemerkt: Da brennt jemand“, erinnert sich Intendant Frank Düwel, der 2018 auch das Fest auf dem Schleusenareal und in der Kirche besuchte und begeistert war.

Salzfest am Kanal

Die „Belohnung“ folgt am morgigen Sonnabend: Um 14 Uhr wird der Kultursommer als Salzfest an der Schleuse sowie rund um die dortige Maria-Magdalenen-Kirche gefeiert, abends um 19 Uhr dann mit der Friedensmesse von Karl Jenkins in der Schiffbauhalle der Lauenburger Hitzler-Werft fortgesetzt. „Wir sind alle Teil einer großen Welt und das Salz ist die Würze“, erläutert Düwel das Festival-Motto „Das Wasser – Das Salz – Die Seele“.

Die Idee dazu sei ihm gekommen, so Düwel, als einer in einer TV-Dokumentation sah, wie Kamele mit Salzplatten beladen wurden. Die sind nun auch beim Märchen von der Salzprinzessin dabei, dass von Erzählerin Anna Malten vorgetragen wird.

Mit dem Flaggenalphabet „eingewunken“ wird das Fest am Sonnabend um 14 Uhr durch Schüler der Stecknitzschule, sowie begrüßt durch Trommler, Bläser und Sänger. Anschließend gibt es ein Fest auf beiden Ufern des Kanals mit Bildhauern, die ihre Werke zeigen. In den Gräben des Stecknitzparks wird Gunda Förster-Jorczyk Arten, die von Spaziergängern sonst leicht übersehen werden, in Glasbehälter sichtbar machen. Am Kanal lädt die Berkenthiner Prahm-Kameradschaft ein, den Nachbau eines Salzkahns per Seil zu ziehen und so das „Treidelpatent“ zu erwerben. Parallel dazu wird in einer Pfanne Salz gesiedet. Für Kinder gibt es Mitmachaktionen: Sie können Linolplatten schnitzen, Speckstein bearbeiten und bei einer Steinbildhauerin Hammer und Meißel ausprobieren.

Großes Angebot für Kinder

Dank des Heubodentheaters in Ritzerau gibt es in diesem Jahr ohnehin ein umfangreiches Kinderprogramm während des Kultursommers. Vier Aufführungen (22., 23. und 29. Juni) sind in Ritzerau geplant, dazu gibt es einen Kinderkunst-Tag in Mölln (6. Juli) und eine Märchenreise mit Schiffsratte Konzilius und Erzählerin Malten in Ratzeburg (11. Juli). „So wird der nachfolgenden Generation bereits Spaß an Kunst und Kultur vermittelt“, lobt Kreissparkassenvorstand Dr. Stefan Kram, Hauptsponsor des Kultursommers.

Vom 15. Juni bis 15. Juli stehen 90 Veranstaltungen im „Reisebegleiter“: Das Heft im A 5-Format ist in einer Auflage von 15.000 Stück gedruckt
und liegt in vielen Büche­-
rei­­en, Stadt- und Gemeinde­ver­waltungen und Tourist-Infos aus. Es ist auch online unter www.kultursommer-am-kanal.de einsehbar.