Kichererbse

Hier werden sich bald 120 Kinder wohlfühlen

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig legt den Grundstein für die Kita Kichererbse. Architekt Eike Leiner schaut zu.

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig legt den Grundstein für die Kita Kichererbse. Architekt Eike Leiner schaut zu.

Foto: Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. 4,7 Millionen Euro investiert die Stadt in den Neubau der Kita Kichererbse an der Buschkoppel. 120 Kinder finden hier Platz.

Schwarzenbek.  Der Rohbau lässt die Größe der neuen Kita Kichererbse an der Buschkoppel erahnen. Auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal entsteht auf zwei Stockwerken mit 1541 Quadratmetern Nutzfläche das neue Domizil für 120 Kinder. 4,7 Millionen Euro investiert die Stadt in den Ersatzbau für den maroden Altbau (90 Plätze) an der Frankfurter Straße. Davon sind 900.000 Euro öffentliche Zuschüsse.

„Wir konnten angesichts des großen Gebäudes kaum glauben, dass daneben noch Platz für unser Beachfeld ist. Aber die Stadt hat uns versichert, dass das passt“, sagte die „Nachbarin“ und TSV- Geschäftsführerin Mareike Busch gestern bei der Grundsteinlegung.

Bau wächst schneller als geplant

Der Bau wächst schneller als geplant. Erst im April war Baubeginn. „Wenn das so weitergeht, sind wir im Frühjahr 2020 fertig“, freute sich Architekt Eike Leiner. Da ist Reinhard Schmüser vom Bauamt der Stadt allerdings skeptischer. „Die Firma Meier arbeitet sehr zügig. Aber ein Rohbau ist immer relativ schnell fertig. Die Innenarbeiten sind aufwendiger und ziehen sich in der Regel in die Länge. Aber im Sommer 2020 müsste alles fertig sein“, sagte er.

Bis der Neubau steht, werden die Kinder noch im Altbau betreut. Das mehr als 50 Jahre alte Gebäude an der Frankfurter Straße ist wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren. Sobald der Neubau fertiggestellt ist, ist der Umzug geplant. Pläne für die weitere Nutzung des alten Gebäudes gibt es noch nicht. „Das ist eine politische Entscheidung. Die Diskussion ist noch nicht geführt“, sagte Fachbereichsleiterin Kathrin Kipke, bei der Stadt für die Kitas zuständig.

Schwierige Suche nach Standort

Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig legte den Grundstein und ließ die Geschichte des Projekts Revue passieren. Eigentlich sollte das Gebäude schon fertig sein. „Die Frage über den Standort hat den Baubeginn verzögert“, erinnerte die Bürgermeisterin an die Planungen auf den Müssener Wiesen, die unter anderem am massiven Protest von Anwohnern und Naturschützern gescheitert waren. Dann gab es Streit mit dem TSV über den aktuellen Bauplatz an der Buschkoppel, der dem Sportverein bislang als Beachfläche für Handballer und Volleyballer diente. Außerdem plante der TSV eine eigene Sport-Kita.

Beachfläche wird kleiner

„Es gab einen Kompromiss mit einer kleineren Beachfläche. Die Nähe zu den Sportanlagen bietet die Möglichkeit für eine Kooperation mit dem Träger ASB, sodass es doch noch eine Art Sport-Kita geben könnte“, sagte die Bürgermeisterin. Mit dem Neubau stellt sich die Stadt in Sachen Kinderbetreuung noch besser auf. Aktuell gibt es 1008 Krippen-, Kita- und Hortplätze in der Stadt. Mit diesem Neubau kommen 30 zusätzliche Plätze dazu. „Wir haben in der neuen Kichererbse dann 80 Elementar- und 40 Krippenplätze. Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten, dass mehr Kinder von der Geburt bis zur Schule in der gleichen Kita bleiben können. Das war bisher nicht immer der Fall“, so die Verwaltungschefin.

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für eine weitere Kita mit 60 Plätzen im geplanten Baugebiet Dreiangel an der B 207. Die Ausschreibungen sollen bald beginnen.