Schwimmhalle

Landrat will Schwarzenbeks Hallenbad voranbringen

Symbolfotos Hallenbad Weihnachtsmarkt Schwarzenbek

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Foto: Fotolia

Schwarzenbek. Es ist noch ein weiter Weg zum Hallenbad in Schwarzenbek. Aber der Landrat will sich um Fördermittel vom Land bemühen.

Schwarzenbek.  Seit einem halben Jahr liegen die Zahlen auf dem Tisch: Ein Hallenbad würde die Stadt Schwarzenbek und mögliche Kooperationspartner jedes Jahr 750.000 Euro kosten – mindestens. Das ist das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die Stadt und Umlandgemeinden in Auftrag gegeben haben. Eine schnelle Realisierung des Projekts zeichnet sich allerdings nicht ab.

„Der geplante Standort an der Buschkoppel ist schwierig, aber nicht unmöglich“, sagte Landrat Dr. Christoph Mager am Montagabend während der Sitzung des Kreis-, Haupt- und Innenausschusses in der Zulassungsstelle in Elmenhorst/Lanken. Das von der Stadt favorisierte Gelände südöstlich des Gymnasiums ist Ausgleichsfläche.

Standort am Gymnasium ist möglich

„Erste Prüfungen schließen den Standort jedenfalls nicht aus. Erforderlich ist jedoch für die Änderung des B-Plans eine Abarbeitung der naturschutzrechtlichen Belange durch ein Fachbüro“, betonte der Landrat. Zudem müssten geeignete Ersatzflächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert werden. Auch die Suche nach Partnern ist noch nicht abgeschlossen. Alleine kann und will die Stadt Schwarzenbek das Projekt nicht stemmen. Im Amt Schwarzenbek-Land stehen aber nicht alle Gemeinden uneingeschränkt hinter dem Vorhaben, wie Mager bei seinem Sachstandsbericht referierte. „Es gibt aber dafür Gemeinden im Amt Hohe Elbgeest, die mitmachen würden. Dafür müssten die möglichen Kosten aber transparenter werden. Da ist die Stadt Schwarzenbek gefordert“, betonte der Landrat.

Fördertopf momentan nur für Sanierung

Er selbst will sich bei der Akquirierung von Fördermitteln einbringen. Es gibt aktuell einen Fördertopf des Landes, der allerdings nur für die Sanierung bereits bestehender Schwimmbäder vorgesehen ist. „Es ist angedacht, dies auch auf den Neubau auszuweiten, weil das Land den Schwimmunterricht fördern will. Dafür wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der ich mitwirken werde“, kündigte der Jurist an.

Unterstützung soll die Stadt auch von den Vereinigten Stadtwerken (VSG) aus Ratzeburg erfahren, die in Mölln eine Schwimmhalle betreiben und über entsprechende Erfahrung verfügen. Gespräche zwischen der Stadt und den VSG habe es aber noch nicht gegeben, wie Mager sagte. Diese stünden jedoch nach seinen Informationen in Kürze an. Die VSG sollen beratend tätig werden und Tipps zur Kalkulation, Wirtschaftlichkeitsfaktoren und der erforderlichen Grundstücksgröße geben.