Begabtenförderung

Plietsche Schüler lassen Besucher staunen

Dieses pfiffige Trio ist nicht nur mit Pfeil und Bogen unterwegs, Lucas Hirschfeld, Mika Wiese und Hans Hendrik Albrecht haben auch ein kluges Köpfchen für Mathe.

Dieses pfiffige Trio ist nicht nur mit Pfeil und Bogen unterwegs, Lucas Hirschfeld, Mika Wiese und Hans Hendrik Albrecht haben auch ein kluges Köpfchen für Mathe.

Foto: Denise Ariaane Funke

Schwarzenbek. Im Gymnasium präsentierten 490 Teilnehmer des Einrichment-Programms, was sie in 41 Kursen erarbeitet haben.

Schwarzenbek.  Die pfiffigsten Schüler aus dem Herzogtum Lauenburg und Stormarn sitzen gerne freiwillig nach. Sie besuchen nach Unterrichtsende Kurse an anderen Schulen, die am Enrichment-Programm teilnehmen. Besonders talentierten und interessierten Schülern wird durch dieses Begabtenförderungsprogramm die Möglichkeit gegeben, ihren Wissensdurst zu stillen und Gleichgesinnte zu treffen. Nach Schulschluss lernen sie Sprachen, entwickeln technische Dinge oder sind beim Experimentieren naturwissenschaftlichen Phänomenen auf der Spur.

„Das hat riesigen Spaß gemacht“

Am vergangenen Sonnabend stellten die 490 Teilnehmer im Gymnasium an der Buschkoppel 7 die Ergebnisse aus 41 Kursen vor. Zum zweiten Mal dabei war Niclas Bretzke aus Büchen, der ein Faible für Technik und Film hat: „Wir haben mit dem Programm ,Stop Motion’ Animationsfilme erstellt. Das hat riesigen Spaß gebracht. Für den Kurs kamen Kinder aus Lauenburg, Schwarzenbek an meine Schule nach Büchen. Wir haben alle ein paar Dinge von zu Hause mitgebracht, die für den Film nötig waren. Ich habe Lego mitgebracht. Von den Figuren wurden dann zwischen 100 und 300 Bilder gemacht, aus denen zusammengesetzt dann die Filme entstanden sind“, erklärt der Viertklässler.

Die Geschwindigkeit der Pfeile berechnet

Lucas Hirschfeld (Schwarzenbek, 11), Mika Wiese (Geesthacht, 13) und Hans Hendrik Albrecht (Barsbüttel, 12) haben sich nach Schulschluss im Sachsenwald Gymnasium in Reinbek getroffen. Dort baute das Trio nicht nur Pfeil und Bogen, sondern berechnete mittels einer Formel auch noch, wie weit die Pfeile fliegen und mit welcher Geschwindigkeit sie ins Ziel treffen.

Mädchen und Technik – das passt!

Über das Vorurteil, dass sich Mädchen nicht für Technik interessieren, kann Lilly Wagner nur lachen. Die 14-Jährige besucht das Gymnasium Schwarzenbek und hat gemeinsam mit Pia Zimmermann aus Gülzow einen über Sensoren gesteuerten Roboter gebaut. „Wir haben ihn Nemo genannt, da anfangs das linke Rad nicht richtig funktionierte. Nemo hatte ja schließlich auch ein Problem mit der Flosse“, schmunzelt die Gymnasiastin. Das Programmieren von Nemo war für die 14- und 13-Jährigen keine große Herausforderung: „Das ging recht flott. Kniffliger war es, das Gewicht richtig zu verlagern.“

Für die Umwelt nicht so viel Plastik einkaufen

Madita Harms (10) von der Lauenburger Weingartengrundschule hingegen hat sich mit dem Thema Umwelt beschäftigt: „In unserem Projekt ging es um die Auswirkungen von CO2. Jeder kann etwas für die Umwelt tun. Ich achte beispielsweise darauf, dass Mama und Papa nicht so viel Plastik kaufen.“

Die Fahrradklingel funktioniert per Bluetooth

Jovin Drews (17) aus Glinde hat mit seinem Team am Gymnasium Glinde das „P-Bike“ weiterentwickelt. Im vergangenen Jahr tüftelte die Gruppe daran, die Radbeleuchtung im Takt der Herzfrequenz blinken zu lassen, nun haben sie den Hightech-Drahtesel mit einer per Bluetooth gesteuerten Klingel, einem GPS-System und einer Temperaturanzeige ausgestattet.