Straße gesperrt

Lkw mit 6100 Hühnern auf der B207 verunglückt

Die Hühner stecken in Transportkisten. Zahlreiche Tiere sind erstickt.

Die Hühner stecken in Transportkisten. Zahlreiche Tiere sind erstickt.

Foto: Timo Jann

Elmenhorst. Auf der B207 ist ein mit Hühnern beladener Lastzug verunglückt. Der Fahrer wurde leicht verletzt, hunderte Hühner erstickten.

Elmenhorst. Hunderte Hühner sind am Montagmorgen bei einem Unfall auf der Bundesstraße 207 bei Elmenhorst ums Leben gekommen. Insgesamt waren 6100 Masthühner auf dem Gliederzug verladen, der auf dem Weg zum Schlachthof von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gekippt ist.

Der Fahrer des Lasters wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Wegen der Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße bis zum Nachmittag voll gesperrt werden. Nach Polizeiangaben war der Lastwagen in Ganderkesee bei Bremen gestartet und auf dem Weg nach Brenz in der Nähe von Ludwigslust. Möglicherweise führte ein Hustenanfall des Berufskraftfahrers gegen 9.30 Uhr zum Kontrollverlust über das 420 PS starke Gespann.

Kurz vor der Autobahn 24 kam der Lkw nach rechts von der Straße ab, pflügte durch die Bankette und blieb dann in Schräglage im Graben stehen. „Bei unserem Eintreffen kümmerte sich der Rettungsdienst bereits um den Fahrer. Das Zugfahrzeug stand relativ stabil, es wurde durch den Knick am Feldrand gestützt. Aber der Anhänger hatte Schräglage und drohte umzukippen, sodass wir die Schwarzenbeker Wehr mit einem Rüstwagen mit Seilwinde nachgefordert haben“, berichtete Andreas Martini, Einsatzleiter der Feuerwehr Elmenhorst. Mit dem Rüstwagen gelang es, den Anhänger etwas aufzurichten und so zu entlasten.

Hunderte Hühner erstickten in den Transportkisten

Hunderte Hühner waren bis dahin allerdings schon erstickt. Die Polizei forderte das Veterinäramt des Kreises zur Begutachtung der Tiere an. Problem: Die Masthühner wurden in großen Plastikkisten transportiert, die auf Paletten gestapelt und miteinander verbunden waren. So, wie der Lastzug im Graben lag, konnten die Kisten samt Tieren nicht entladen werden. Daher wurde das Eintreffen eines Bergungsunternehmens mit Kran abgewartet.

Nachdem der Laster aufgerichtet war, konnten die Paletten mit den Kisten abgeladen und auf einem Ersatz-Lkw verstaut werden. Diese Arbeiten zogen sich mehrere Stunden hin, sodass sich lange Staus bildeten.