Maschinenbau

Schwarzenbeker LMT Group will weiter kräftig wachsen

Besuch beim Weltmarktführer LMT: Ministerpräsident Daniel Günther (v. l.), Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, Kreispräsident Meinhard Füllner, Sozialminister Heiner Garg und LMT-Geschäftsführer Olaf J. Müller.

Besuch beim Weltmarktführer LMT: Ministerpräsident Daniel Günther (v. l.), Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, Kreispräsident Meinhard Füllner, Sozialminister Heiner Garg und LMT-Geschäftsführer Olaf J. Müller.

Foto: Marcus Jürgensen

Schwarzenbek. Neben dem Bau von Tablettenpressen sollen Wartung und Dienstleistungen bei LMT besonderes Gewicht gewinnen.

Schwarzenbek.  Vor zehn Jahren wurde aus der Firma Fette die LMT Group mit den drei Geschäftsbereichen Maschinenbau, Werkzeuge und Dienstleistungen. Seitdem geht es steil bergauf mit dem Mittelständler mit weltweit 2300 Beschäftigten und Hauptsitz in Schwarzenbek. Davon konnte sich Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit seinem Kabinett am Dienstag bei einem Ortstermin selbst ein Bild verschaffen.

„Gute Maschinen können viele Firmen bauen. Wir bieten neben Spitzentechnik den kompletten Service, kompetente Beratung und Begleitung in der Produktion auf allen Erdteilen und nicht nur
vom Stammsitz aus. Das ist eine Säule unseres Erfolgs“, sagt Olaf J. Müller, Sprecher der Geschäftsführung der LMT Group.

LMT ist Weltmarktführer bei Tablettenpressen

Weltmarktführer ist LMT bei Tablettenpressen, die das Haus seit 1948 produziert, schon lange. 5000 Maschinen, die zu Stückpreisen von 600.000 bis 800.000 Euro verkauft werden, stehen in allen Teilen der Welt. „Wir haben 350 Firmen im Jahr zu Besuch. Jedes renommierte Pharmaunternehmen kennt Schwarzenbek“, betont Müller. Damit das so bleibt, bringt LMT fast jedes Jahr eine Innovation auf den Markt und macht als Gruppe einen Jahresumsatz von 400 Millionen Euro – 70 Prozent davon im Ausland, überwiegend in Asien. Deshalb hat LMT auch seit 2008 eine Fertigung im chinesischen Nanjing.

„Von zehn Tabletten, die weltweit gepresst werden, entstehen vier auf unseren Maschinen“, sagt Müller. Allerdings ist weiteres Wachstum in diesem Bereich schwierig. Deshalb setzt LMT auf Kooperationen mit anderen Firmen und auf eine Ausweitung des Service-Sektors. So sollen LMT-Experten künftig Firmen bei den gesamten Produktionsabläufen unterstützen. Hilfe wird bei der Planung des Arbeitsplatzes, der Schulung der Mitarbeiter, der Optimierung der Abläufe bis hin zur Rund-um-die-Uhr-Wartung geboten. Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung, die LMT nutzen will, um seine Marktposition auszubauen. Künftig sollen Kundenmitarbeiter per Virtual-Reality-Brille geschult werden.

Segment der Kapselfüllmaschinen wird augebaut

Massiv ausbauen will das Unternehmen zudem das Segment der Kapselfüllmaschinen, mit denen Hartkapseln mit Medikamenten in flüssiger oder Pulverform befüllt werden. Eine erste Maschine brachte LMT 2016 auf den Markt, bis 2030 will man in
diesem Bereich Weltmarktführer sein. Geplant ist zudem eine Erweiterung am Standort an der Grabauer Straße.