Traditionsveranstaltung

Schwarzenbeks Weihnachtsmarkt bleibt bei der Feuerwehr

Ein Bild aus dem Jahr 2018: Der Weihnachtsmarkt bei der Feuerwehr in Schwarzenbek.

Ein Bild aus dem Jahr 2018: Der Weihnachtsmarkt bei der Feuerwehr in Schwarzenbek.

Foto: Timo Jann

Schwarzenbek. Der Weihnachtsmarkt kehrt nicht in die Stadtmitte zurück, steht nun fest. Die Infrastruktur bei der Feuerwehr ist besser.

Schwarzenbek.  Seit mehreren Jahren gibt es keinen Weihnachtsmarkt mehr im Stadtzentrum – und das wird auch so bleiben. Das ist das Ergebnis eines Treffens, zu dem Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig Vereine und Verbände eingeladen hat.

„Letztlich fand das Verbleiben des Weihnachtsmarkts beim Feuerwehrgerätehaus die Zustimmung aller Beteiligten – zumal die gestiegenen Besucherzahlen dafür sprechen, dass sich dieser Standort mittlerweile etabliert hat“, sagte Ute Stimper, Vorsitzende des Bürgervereins. Seit Längerem hatte sie sich für die Rückkehr des Weihnachtsmarkts auf den alten Markt eingesetzt. Auch die Verwaltungschefin favorisierte diesen Standort. Aber die Fakten sprechen dagegen.

Wohin mit den Kunsthandwerkern?

Ein wesentliches Problem ist der fehlende Platz für die Kunsthandwerker. Früher hatte Hotelier Hans Schröder seinen Saal an den beiden Weihnachtsmarkttagen dafür zur Verfügung gestellt. Mittlerweile ist das Hotel – auch mangels anderer Möglichkeiten, eine größere Feier auszurichten – in der Vorweihnachtszeit ausgebucht.

„Herr Schröder hat uns im Vorfeld der Sitzung mitgeteilt, dass der Saal auch in den kommenden Jahren nicht für einen Kunsthandwerkermarkt zur Verfügung steht“, so Ute Stimper. Auch das Franziskushaus der evangelischen Kirchengemeinde kann nicht für einen Kunsthandwerkermarkt genutzt werden.

In die Bresche springen wollte Bärbel Raithel von der Seniorenresidenz St. Franziskus. Sie hatte angeboten, Räume für Café und Kunsthandwerker zur Verfügung zu stellen. Dies scheiterte an der mangelnden Anbindung des Gebäudes an der Berliner Straße an den alten Markt. Den Durchgang am Pastorat wollte Pastor Andreas Schöer nicht als Verbindungsweg für die Weihnachtsmarktbesucher öffnen.

Es fehlen Toiletten im Stadtzentrum

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Infrastruktur am alten Markt. „Die Wasser- und Stromversorgung ist nicht sichergestellt, es fehlen Möglichkeiten zum Spülen der Glühweinbecher, und auch ein Toilettenwagen müsste angemietet werden. Diese In­frastruktur ist bei der Feuerwehr vorhanden, während sie am alten Markt mit erheblichen Kosten hergestellt werden müsste“, so die Bürgervereinsvorsitzende.

Es wird auch dabei bleiben, dass Bürgerverein und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr alleinige Veranstalter des Weihnachtsmarktes bleiben. Die Bürgermeisterin hatte bei dem Treffen erfolglos versucht, den DRK-Ortsverein, die Wirtschaft-liche Vereinigung (WVS) und die evangelische Kirchengemeinde wieder mit ins Boot zu bekommen.

Die Kirchengemeinde will sich mit Blick auf die zahlreichen vorweihnachtlichen Veranstaltungen nicht am Weihnachtsmarkt beteiligen. Auch die WVS steht mit Hinweis auf die hohe Arbeitsbelastung durch die verkaufsoffenen Sonntage nicht zur Verfügung.

DRK setzt auf eigenen Nikolausmarkt

Das DRK will weiter eigene Wege gehen, wie Geschäftsführer Stefan Fehrmann erklärte. Seit mehreren Jahren richtet der Ortsverein den Nikolausmarkt an der Arztvilla an der Lauenburger Straße 18 aus. „Das hat sich bewährt und gibt unseren Helfern Zeit, den Weihnachtsmarkt zu besuchen“, so Fehrmann.