Tödlicher Unfall an Ostern

Linde an B 207 fordert erneut ein Opfer

Frau nach Unfall zwischen Dassendorf und Brunstorf gestorben

Frau nach Unfall zwischen Dassendorf und Brunstorf gestorben

Foto: Timo Jann

Brunstorf. Es ist eine leichte Kurve, dennoch kommt es immer wieder zu Unfällen. Jetzt prallte eine 77-Jährige frontal gegen einen Chausseebaum.

Brunstorf/Schwarzenbek.  Am Sonnabend verunglückte eine 77-jährige Frau tödlich, als sie mit ihrem Auto auf der Bundesstraße 207 gegen einen Baum fuhr. Die Frau war gegen 10.10 Uhr mit ihrem Ford von Brunstorf kommend in Richtung Dassendorf unterwegs, als ihr Wagen aus noch ungeklärten Gründen gegen einen Baum krachte. Ersthelfer begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die kurz darauf von Feuerwehrleuten und später von einem Notarztteam fortgesetzt wurden. Doch nach 45 Minuten mussten die Retter die Maßnahmen erfolglos einstellen.

Schon mehrere Unfälle am Chausseebaum

Die 77-Jährige war mit ihrem Ford in einer Rechtskurve geradeaus gefahren und dann links neben der Straße gegen eine mächtige Linde gefahren. Stiefmütterchen und ein Warnschild mit dem Hinweis „Mensch, pass doch auf!“ sind Anzeichen, dass an diesem Baum bereits mehrfach Fahrzeuge zerschellten – mit oft tödlichem Ausgang. Für den Einsatz und die Untersuchung der Unfallstelle musste die Bundesstraße durch die Polizei längere Zeit voll gesperrt werden.

Osterfeuer außer Kontrolle

Glimpflich ging dann ein Einsatz der Feuerwehrleute am Abend aus. Der gemütliche Abend mit Grillen, Getränken und Musik im Kleingartenverein an der Rülau im östlichen Stadtbezirk endete bereits gegen 18.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wählten die Kleingärtner den Notruf und baten die Feuerwehr um Unterstützung, nachdem die eigenen Versuche den Brand mit Gartenschläuchen und Feuerlöschern zu bekämpfen, keinen Erfolg zeigten.

Funkenflug entzündete Brandnester

„Bei unserem Eintreffen hatte sich die Lage zwar schon etwas entspannt, aber durch Funkenflug hatten wir es gleich mit mehreren Brandstellen zu tun“, berichtete Jan Piossek, Einsatzleiter der Feuerwehr. Ein Trupp der Feuerwehr, der sich durch Atemschutzgeräte schützte, löschte das Lager mit mehreren Kubikmetern Grünschnitt ab.

Eigentlich wollten die Kleingärtner das Buschwerk geordnet auf die Feuerstelle legen, doch der Haufen lag genau in der Windrichtung des Osterfeuers. Der Wind fachte das Feuer an und durch Funkenflug geriet das zu nah am Feuerplatz liegende Grünzeug in Brand. Weitere Funken trieben in den nahen Waldstreifen und hätten diesen ebenfalls in Brand setzen können.

Brandgefahr wegen Trockenheit hoch

Zahlreiche Osterfeuer waren im Vorfeld abgesagt worden, weil durch die Trockenheit der vergangenen Tage Waldbrandgefahr bestand. Die Schützengilde Schwarzenbek hatte bereits frühzeitig auf die Ausrichtung ihres öffentlichen Osterfeuers im Schützenpark verzichtet – allerdings nicht wegen der Brandgefahr, sondern den negativen Erfahrungen der vergangenen Jahre: Dauerregen hatte Platz und Holzstapel in den vergangenen Jahren regelmäßig durchweicht.