Saxophon

Instrument des Jahres: Das Ding für den Swing

Sie spielen das „Instrument des Jahres“: Peter Horstmann (80), Heinz Krüger (53), Lisa Müller (20) und Sanja Oestereich (21, v.l.) sind vom Klang des Saxofons nach wie vor fasziniert.

Sie spielen das „Instrument des Jahres“: Peter Horstmann (80), Heinz Krüger (53), Lisa Müller (20) und Sanja Oestereich (21, v.l.) sind vom Klang des Saxofons nach wie vor fasziniert.

Foto: Marcus Jürgensen

Möhnsen. Wer wissen will, was das „Instrument des Jahres“ausmacht, muss die Möhnsener Musikanten fragen. Denn sie spielen regelmäßig Saxophon.

Möhnsen.  Was haben Charlie Parker, Max Greger, Candy Dulfer, Klaus Doldinger und US-Präsident Bill Clinton gemein? Die Leidenschaft fürs Saxofon, die sie mit Peter Horstmann, Heinz Krüger, Lisa Müller und Sanja Oestereich teilen. Die Hobby-Musiker spielen bei den Möhnsener Musikanten das „Instrument des Jahres 2019“. Dazu wurde es Ende vergangenen Jahres auf der Konferenz der Landesmusikräte gekürt.

Keine Kapelle ohne Saxophon


Das Saxofon, das 1840 vom Belgier Adolphe Sax erfunden wurde, gehört obwohl aus Messingblech zur Familie der Holzblasinstrumente, weil der Ton mit Hilfe eines Blättchens im Mundstück erzeugt wird – wie Oboe oder Klarinette. Zwischen näselnd und wärmend liegt auch sein Klangspektrum, das nicht nur von Jazz- und Swing-Musikern geschätzt wird. „Als ich vor 63 Jahren mit der Musik angefangen habe, war das Saxofon noch verpönt. Heute hat jede Kapelle so ein Instrument, bei dem mich vor allem der Ton begeistert“, sagt der Schwarzenbeker Peter Horstmann, der erst als 70-Jähriger das Instrument für sich entdeckt hat. So lange spielt auch Sanja Oestereich Saxofon: „Es klingt so schön und ist so vielfältig einsetzbar – nicht nur für Polka und Walzer, sondern auch für Swing und Pop, schwärmt die 21-jährige Studentin aus Schwarzenbek.

Erzieherin Lisa Müller aus Nusse hat ihre ersten Erfahrungen auf der Klarinette gemacht: „Ich fand damals schon toll, wenn andere das Saxofon spielten.“ Als sie zu den Musikanten kam, wechselte sie das Instrument. Auch für den Möhnsener Heinz Krüger, der nach einer verlorenen Wette Musikant wurde, war das Saxofon die erste Wahl: „Der Vorteil ist, dass es sehr leicht zu erlernen ist.“

Möhnsener Musikanten bitten zum Konzert


In den vergangenen Jahren war das Frühjahrskonzert der Möhnsener Musikanten immer schon Wochen vor dem Termin ausverkauft. Das ist in diesem Jahr anders: Statt im Gasthaus Hamester spielen die Hobbymusiker diesmal im mehr Zuschauer fassenden „Kuhstall“ von Gut Basthorst. Auf das Konzert am Sonntag, 28. April, haben sich die über 30 Akteure unter Leitung ihres Ausbilders Erwin Kraft deshalb noch intensiver vorbereitet. Um 15 Uhr erklingen Polka, Marsch und Walzer, aber auch jede Menge beliebter Evergreens und Potpourris zum Mitsingen und Mitschunkeln. Erstmals spielt ein großer Teil des Jugendorchesters das gesamte Programm mit. Dafür wurden die jungen Nachwuchsmusiker in vielen Extraproben von Kraft persönlich vorbereitet. Moderiert wird der musikalische Nachmittag von Carsten Klein, Vorsitzender, Dirigent und Trompeter beim Blasorchester Seevetal, der durch seine kompetenten Workshops rund um das Thema Blasmusik bekannt ist.

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro gibt es im Reisebüro Neumann (Schwarzenbek, Lauenburger Straße 5), Schreibwaren Pappert (Büchen, Lauenburger Straße 10 a), Tageskasse: 12 Euro. Vorbestellungen per E-Mail an info@moehnsen.de. Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt