Hoher Sachsschaden

Retter aus ganzem Kreisgebiet löschen Großfeuer im Autohaus

Großbrand im Autohaus Meyne an der Ratzeburger Straße: Das Reifenlager und die Werkstatt gingen in Flammen auf.

Großbrand im Autohaus Meyne an der Ratzeburger Straße: Das Reifenlager und die Werkstatt gingen in Flammen auf.

Foto: Timo Jann

Mölln. Autohaus für Opel und Fiat an Ratzeburger Straße in Mölln am Sonntag niedergebrannt.

Mölln. Flammendes Inferno an der Ratzeburger Straße: Das Autohaus Meyne ist am Sonntagnachmittag durch einen Großbrand zerstört worden. „Bei unserem Eintreffen stand der Werkstatttrakt in Vollbrand. Oberste Priorität hatte für uns eine Riegelstellung mit jeder Menge Wasser zu einem Wohnhaus im rückwärtigen Bereich und die direkt angebaute Verkaufshalle“, erklärte Möllns Feuerwehrchef und Kreiswehrführer Sven Stonies. Mit Erfolg: Haus und Teile der Verkaufshalle blieben verschont, die Werkstatt brannte völlig aus.

Rauchwolke über Mölln

Gegen 14 Uhr waren die ersten Notrufe in der Leitstelle eingegangen. Die löste Alarm für einen Großbrand zweiter Klasse aus, stufte diesen später sogar in Kategorie drei ein. Auch aus Schwarzenbek, Geesthacht, Lauenburg und Büchen rasten Einsatzkräfte nach Mölln. Eine kilometerweit sichtbare Rauchwolke von Hunderten brennenden Sommerreifen im Lager des Autohauses stand über Mölln.

Wasser perlt nur ab

Per Katastrophenschutzmeldung wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Von der Möllner Drehleiter und dem Ratzeburger Teleskopmastfahrzeug aus konnten die Flammen von oben bekämpft werden. Auch am Boden und vom Dach der Verkaufshalle aus setzten die Feuerwehrleute mehrere Strahlrohre ein. „Zeitweise mussten wir Schaummittel einsetzen, um überhaupt eine Löschwirkung erzielen zu können“, so Stonies. Hintergrund: Schaum hüllt das Brandgut ein und löscht es besser, Wasser perlt bei den Reifen relativ wirkungslos ab.

Explosionen durch Gasflaschen

„Zwischendurch hat es drinnen ein paar mal ordentlich geknallt“, berichtete Jan Fiedermann, Zugführer der Feuerwehr Mölln. Gasflaschen explodierten. Aus dem Gebäude traten mit Löschwasser vermischtes Öl und andere Flüssigkeiten aus. Gullys wurden abgesperrt, um das kontaminierte Löschwasser zurückzuhalten.

Lob vom Bürgermeister

„Es ist beeindruckend, wie gut die Zusammenarbeit aller beteiligten Wehren aus dem ganzen Kreis hier klappt“, staunte Möllns Bürgermeister Jan Wiegels, der sich von den Löscharbeiten persönlich ein Bild machte.

Hitze beschädigt Drehleiter

Die Hitzestrahlung des Feuers war so enorm, dass Löschschläuche verbrannten und auch die Möllner Drehleiter massive Hitzeschäden an der Karosserie davontrug. Die Ratzeburger Straße war mehrere Stunden lang voll gesperrt. Die Einsatzleitung ging am Abend davon aus, dass sich die Löscharbeiten noch bis weit in die Nacht hinziehen würden. Was den Brand ausgelöst hat und die Schadenshöhe sind derzeit noch völlig unklar.