Erweiterung

Für 1,8 Millionen Euro: AWSH baut Servicetrakt an

Der Verwaltungssitz der AWSH in Lanken erhält einen Anbau. Geschäftsführer Dennis Kissel (l.) und Prokurist Olaf Stötefalke freuen sich über den Platzgewinn.

Der Verwaltungssitz der AWSH in Lanken erhält einen Anbau. Geschäftsführer Dennis Kissel (l.) und Prokurist Olaf Stötefalke freuen sich über den Platzgewinn.

Foto: Marcus Jürgensen

Lanken. Elf Jahre nach der Gründung der AWSH entsteht am Leineweberring ein Erweiterungsbau für 1,8 Millionen Euro.

Lanken.  Für 1,8 Millionen Euro entsteht am Leineweberring 13 ein 337 Quadratmeter großer Anbau am Verwaltungsgebäude der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH). Bereits Ende September sollen die Mitarbeiter die Büros und Schulungsräume auf drei Etagen nutzen können. Doch nicht nur die Beschäftigten profitieren, auch die Kunden: Über einen Aufzug sind künftig auch die oberen Stockwerke des Altbaus erreichbar.

Abfallgebühren steigen nicht

Sorge, die jährliche Abfallrechnung könnte nun steigen, müssen die Bürger im Herzogtum Lauenburg und Stormarn nicht haben, so AWSH-Geschäftsführer Dennis Kissel: „Die Zinsen sind weiterhin niedrig und wir finanzieren den Anbau über eine Laufzeit von 30 Jahren.“

Um den Anbau mit dem Bestandsgebäude verbinden zu können, verzichtet Kissel sogar auf einen Teil seines Büros: Dort entsteht der Durchgang, gleich daneben wird der Lift eingebaut. „Als wir im Jahr 2008 das ehemaligen Kasernengebäude saniert haben, war ein Fahrstuhl zwar in Planung, aber rechtlich nicht erforderlich“, so Kissel. Auf Kostengründen habe man damals darauf verzichtet, mittlerweile habe sich aber die Rechtsprechung geändert.

Platz reicht nicht mehr aus

Hauptgrund für den Anbau ist jedoch die Arbeitssituation der Mitarbeiter: Heute arbeiten 115 Mitarbeiter am Leineweberring für die AWSH, vor elf Jahren waren es knapp 90, zudem war das Servicecenter damals noch ausgegliedert. „Gerade im Servicebereich haben wir Büros mit vier Mitarbeitern auf einer Fläche von 24 Quadratmetern“, so Kissel: „Das entspricht nicht mehr der heute gültigen Arbeitsstättenverordnung.“

Betriebsrat braucht Büro

Seit kurzem hat die AWSH auch einen Betriebsrat, der Anspruch auf ein eigenes Büro hat. Auch das soll im Anbau entstehen, ebenso Schulungsräume für die Mitarbeiter. „Dafür und für Betriebsversammlungen mussten wir uns bisher immer extern einmieten“, sagt Prokurist Olaf Stötefalke.

Im bis zu 100 Personen fassenden Multifunktionsraum im Erdgeschoss sollen aber auch Schulklassen Seminare durchführen können. Dafür ist ein Außenzugang vorgesehen, über den die Schüler auf eine Freifläche gelangen, auf der sie erleben können, wie etwa aus Bioabfall Kompost wird.

Dunkelbraune Klinker für Neubau

Im Juni 2008 hatten sich die Abfallgesellschaften der Kreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn zur Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) mit mehr als 438.000 Kunden zusammengeschlossen. Um Eifersüchteleien zu vermeiden, sollte die neue Gesellschaft nicht in einer der beiden Kreisstädte angesiedelt werden.

So kam Lanken ins Spiel: Für 1,6 Millionen Euro wurde ein 1700 Quadratmeter großes altes Kasernengebäude zu Büros umgebaut und mit einer silbernen Aluminiumblechfassade verkleidet. Beim Anbau geht die AWSH mit der Zeit: Er wird mit dunkelbraunen Klinkersteinen verblendet.