Schwarzenbek.

Gibt es bald erstmals Parkgebühren am Bahnhof?

Pilotversuch Pendler können für ein Jahr Stellplätze mieten – Zugang über Parkkarten geregelt

Schwarzenbek.  Seit Jahren währt die Diskussion über Parkgebühren am Schwarzenbeker Bahnhof. Jetzt könnte es einen Pilotversuch geben. Die Politiker im Bauausschuss und im Finanzausschuss haben bereits dem Projekt ihr Okay gegeben. Jetzt sind die Stadtvertreter am Zug.

Bereits in der Zeit der Haushaltskonsolidierung waren Parkgebühren in der Diskussion. Das Kieler Innenministerium hatte die Schwarzenbeker Politiker im Jahr 2014 aufgefordert, Einnahmen über Parkgebühren zu erzielen, um die desolate Haushaltslage zu verbessern. Die Politiker hatten sich unter anderem wegen des hohen Aufwands dagegen entschieden.

Mit der Schaffung von Parkplätzen auf dem ehemaligen Gelände der Taubenzüchter an der Kerntangente im Jahr 2017 waren Parkgebühren zumindest für diesen Bereich im Gespräch. Getan hat sich seitdem wenig. Jetzt ist wieder Bewegung in die Diskussion gekommen. Die Politiker favorisieren nun die Fläche der Taubenzüchter mit 30 Stellplätzen sowie das mit einem Zaun abgetrennte Areal südlich der Bahnlinie am ehemaligen Güterbahnhof. Dort gibt es 22 Parkplätze.

Parkautomaten oder Schranken sind für den Probebetrieb nicht vorgesehen. Es sollen seitens der Stadt entsprechend der Zahl der im jeweiligen Bereich zur Verfügung stehenden Stellplätze Parkkarten ausgegeben werden. Diese Karten berechtigen zur Nutzung der Parkplätze. Pendler haben so den Vorteil, dass sie jeden Morgen zuverlässig einen Parkplatz bekommen. Das ist bislang nicht der Fall, da es für die gut 2000 täglichen Pendler lediglich 320 Parkplätze gibt.

Zwar möchten die Politiker erreichen, dass mehr Pendler zu Fuß, mit dem Fahrrad oder aber auch mit dem Bus zum Bahnhof kommen. Das ist aber gerade für Menschen, die auf der anderen Seite der Stadt oder in den umliegenden Dörfern wohnen, oft nicht möglich. Die Parkgebühren sollen entgegen der ersten Planung auf beiden Flächen identisch sein. Für einen Monat sollen 40 Euro fällig werden. Drei Monate kosten nach dem Entwurf der Gebührensatzung 115 Euro, ein halbes Jahr 210 Euro und die Jahreskarte 400 Euro. Darauf haben sich die Politiker im Finanzausschuss verständigt.

Für die Überwachung sind die Außendienstler des Ordnungsamtes zuständig. Die Stadtvertretung tagt Donnerstagabend um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses, Ritter-Wulf-Platz 1.