Vorschlag

Gedenkstein für Vertriebene am Rathaus?

Schwarzenbek.  Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes im Jahr 2015 sollte mit einem Mahnmal an das Zwangsarbeiterlager an der Grabauer Straße erinnert werden. Bereits zwei Jahre zuvor hatte sich der Heimatbund und Geschichtsverein mit dieser Idee an den damaligen Bürgermeister Frank Ruppert gewandt. Diese Idee ist allerdings am Widerstand der LMT Group, der das Gelände gehört, gescheitert.

Jetzt favorisiert die Stadt einen „Park der Erinnerungen“ am Amtsrichterhaus. Dafür steht allerdings noch das „Ja“ von der Denkmalschutzbehörde aus, sagte Stadtarchivar Dr. Lukas Schäfer am Dienstagabend im Sozial- und Kulturaussschuss.

Auch die Vertriebenenverbände, die in Schwarzenbek von Peter Gerigk repräsentiert werden, suchen seit Längerem einen Standort für einen Gedenkstein. Er wünscht sich einen Gedenkstein an „herausragender Stelle“ in Schwarzenbek. Den „Park der Erinnerungen“ lehnt Gerigk als zu weit vom Stadtzentrum entfernt ab. Seine Ursprungsidee, einen Gedenkstein gegenüber dem Compe-Stein an der St.-Franziskus-Kirche aufzustellen, lehnt indes die Kirchengemeinde ab. Nun hat Gerigk als aktuellen Vorschlag einen Standort am Rathaus eingebracht. Darüber wollen die Politiker noch nachdenken.