Tanzwerkstatt

Mit 23 Jahren Traum von eigener Tanzschule erfüllt

Ramona von Ondarza-Gössler (r.) übergibt ihre Tanzwerkstatt an Tanzpädagogin Laura Wohlers.

Ramona von Ondarza-Gössler (r.) übergibt ihre Tanzwerkstatt an Tanzpädagogin Laura Wohlers.

Foto: Marcus Jürgensen

Schwarzenbek. Laura Wohlers (23) übernimmt die renommierte Schwarzenbeker „Tanzwerkstatt“ von Ramona von Ondarza.

Schwarzenbek.  Tanzen ist ihre große Leidenschaft: Diese Liebe verbindet Ramona von Ondarza und Laura Wohlers. Nach 35 Jahren und vielen Hundert Kindern und Erwachsenen, denen sie das Tanzen beigebracht hat, übergibt die Wohltorferin nun ihre „Tanzwerkstatt“ in Schwarzenbek an die 23-jährige Bergedorferin.

Fünf Umzüge in der Geschichte der Tanzwerkstatt

„Den Entschluss habe ich schon vor einiger Zeit gefasst. Ich werde aber weiter einige Schüler hier unterrichten“, sagt die Tanzlehrerin, die die „Tanzwerkstatt“ 1982 von der Gründerin Sonne Leddin übernommen hatte. Fünf Umzüge innerhalb Schwarzenbeks hat die Wohltorferin mittlerweile hinter sich. 2012 fand sie dann das aktuelle Domizil in dem früheren Radio- und Fernsehgeschäft Rohloff am Ritter-Wulf-Platz. Dort wird die Tanzschule auch bleiben, denn die Immobilie gehört Ramona von Ondarza.

Im Inneren des insgesamt 145 Quadratmeter großen Gebäudes entstanden ein Empfangsbereich, eine Umkleidekabine, Sanitäranlagen, ein knapp 90 Quadratmeter großer Tanzsaal mit Parkettschwingboden und ein Büro.

Neue Chefin streicht die Wände selbst

Jetzt hat Laura Wohlers für einige Tage die Tanzschuhe gegen den Malerkittel getauscht und den Räumen mit einigen Litern Wandfarbe eine Schönheitskur verpasst. Am Montag geht es dann unter neuer Leitung weiter. Der Name „Tanzwerkstatt“ bleibt, Ramona von Ondarza steht der jungen Chefin beratend zur Seite.

Lange von der eigenen Tanzschule geträumt

„Für mich war es schon lange ein Traum, eine eigene Tanzschule zu haben“, sagt die 23-Jährige, die bereits als Vierjährige mit klassischem Ballett anfing. Seit 2015 gibt die ausgebildete Tanzpädagogin Kurse bei Ramona von Ondarza. Nach der erfolgreichen Produktion „Cinderella“ im Sommer 2016 fragte sie erstmals ihre Chefin, ob diese nicht ans Aufhören denke. „Das musste ich erst einmal sacken lassen. Im vergangenen Jahr habe ich dann zugesagt“, erinnert sich Ramona von Ondarza, die selbst erstmals als Siebenjährige in Montreal auf dem Parkett stand. Die Wohltorferin ist in Kanada aufgewachsen.

Im Casino von Fette fing alles an

Die „Tanzwerkstatt“, die ganz klein mit einigen Kursen in den 1970er-Jahren im Casino der LMT Group (Fette) an der Grabauer Straße entstand, ist mittlerweile zu einer Institution geworden. Aktuell werden dort 180 Schülerinnen und ein Schüler im Alter von vier bis über 60 Jahren in klassischem Ballett, Hip-Hop, Stepptanz, Zumba und Pilates unterrichtet. „Die Konkurrenz ist über die Jahre größer geworden. Heute gibt es Fitness-Studios, Sportvereine, Volkshochschulen und die Familienbildungsstätte, die ebenfalls entsprechende Kurse anbieten. Wir profitieren von unserem guten Ruf und der persönlichen Betreuung. Mittlerweile kommen sogar die Enkel unserer ehemaligen Schülerinnen hierher“, erzählt Ramona von Ondarza.

Es ändert sich nichts am Konzept

Auf die Frage, was sie ändern möchte, sagt Laura Wohlers lachend: „Nichts“. Es bleibt bei den Kursen mit sechs Dozenten, außerdem wird es alle zwei Jahre eine große Produktion geben. In diesem Jahr ist Stadtvergnügen. Dort wird sich die „Tanzwerkstatt“ wieder präsentieren. Die nächste Show mit allen Tänzerinnen gibt es dann wieder 2020.