KreisSportverband

Neue Ehrung für verdiente Funktionäre

Ratzeburg.  Für die Haushaltskonsolidierung hatte der Kreistag nicht nur die Zuschüsse an Sportvereine gekürzt, sondern auch die Sportlerehrung im Kreis Herzogtum Lauenburg gestrichen. 2012 zeichnete Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) letztmals 60 jugendliche und 70 erwachsene Spitzensportler für Meistertitel und Rekorde aus.

Jetzt würden die Politiker die Ehrung gern wieder einführen, haben dafür 2000 Euro in den Haushalt eingestellt. Doch der Kreissportverband (KSV) lehnt die Wiedereinführung ab, er hat mittlerweile eine eigene Sportlerehrung etabliert. Vereinbart wurde zwischen dem KSV-Vorsitzenden Carsten Engelbrecht und Füllner jedoch, eine neue Auszeichnung einzuführen: Geehrt werden „verdiente Persönlichkeiten“, die sich durch langjähriges Engagement, zeitlichen Aufwand, als Trainer erfolgreicher Athleten oder im Bereich Jugendpflege oder Inklusion hervor getan haben.

Der Kreissportverband schlägt diese Personen ebenso zur Ehrung vor, wie einen Nachwuchssportler und eine -sportlerin, die ebenfalls geehrt werden sollen. Als geeignetes Forum ist das alljährliche Treffen von Sportfunktionären und Kreispolitikern vorgesehen.

Landespolitiker besuchenTreffen von Sportfunktionären

Dieses Jahr fand das Treffen im Sportzentrum Berkenthin statt. Engelbrecht konnte im vergangenen November 70 Gäste begrüßen, auch die sportpolitischen Sprecherinnen der Landtagsfraktionen von CDU und SPD, Barbara Ostmeier aus Hetlingen in der Haseldorfer Marsch sowie Kathrin Wagner-Bockey aus Geesthacht. Beide lobten das Projekt „Mit Rückendeckung zum Ziel, Beratung bieten und Zukunft gestalten“ des Landessportverbandes (LSV). Er stellt Vereinen bei Umstrukturierungen und Neuordnungen qualifizierte Berater zur Seite.

Kreis gibt 70.000 Euro mehr

Engelbrechts Wunsch, nach Ende der Konsolidierung dem KSV wieder höhere Zuschüsse zu gewähren, weil neben Investitionen auch die Zuschüsse für haupt- und nebenamtliche Übungsleiter angepasst werden müssen, folgte der Kreistag nicht. Statt der vom KSV beantragten 620.000 Euro gab es aber einen Zuschlag von 70.000 Euro auf die vom Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss zuvor bereits bewilligten 271.800 Euro.