Schwarzenbek.

Mühlenbogen bleibt weiter Schleichweg für Autofahrer

Verkehrsberuhigung Politiker lehnen Sperrpoller ab

Schwarzenbek.  Abfuhr für die Grünen: Mit 23 zu vier Stimmen lehnten die Stadtverordneten einen Antrag ab, den Mühlenbogen versuchsweise mit Pollern zu sperren. Jeweils in Höhe des Mühlenredders sowie des Paul-Gerhardt-Rings sollten drei bis vier Pfosten den Durchgangsverkehr aus dem Mühlenviertel heraushalten. Die Poller sollten von Rettungsfahrzeugen und Versorgungsunternehmen per Schlüssel umgeklappt werden können, so die Idee der Grünen.

Doch die Initiatoren hatten nicht mit den Bewohnern gerechnet: Während direkte Anwohner des Mühlenbogens sich für die Entlastung aussprachen, waren Bewohner der angrenzenden Stichstraßen dagegen: „Die Idee, den Verkehr zu beruhigen finde ich sehr gut, ich bin mir aber nicht sicher, ob dieser Antrag der Stein der Weisen ist“, so Anwohner Viktor Amos in der Einwohnersprechstunde der Stadtverordnetenversammlung.

Ähnlich argumentierten auch die Politiker, die sich bereits vor fünf Jahren mit dem Thema beschäftigten – ohne eine durchschlagende Lösung zu finden. „Wir haben Durchfahrverbotsschilder für Lkw aufgestellt. Eine höhere Aufpflasterung der Schwellen ist am Veto der Anwohner gescheitert, die dies über die Straßenausbaubeiträge hätten bezahlen müssen. Alle anderen Lösungsvorschläge hat die Verkehrsaufsicht abgelehnt“, erinnerte Gerhard Moldenhauer (CDU) an das damalige Verfahren. Bürger hatten damals unter anderem eine Einbahnstraßenregelung angeregt.

Nils Hilger (SPD), selber Bewohner des Mühlenviertels, empfahl, auf die Umgehungsstraße zu warten. Laut Bauamtsleiter Ralf Hinzmann wird der Planfeststellungsbeschluss für die Trasse von der Kerntangente bis zur Grabauer Straße im zweiten Quartal 2019 erwartet. Baubeginn könnte dann bereits Ende 2019 oder Anfang 2020 sein.