im Museum

Forscher berichten über den „Friedhof der Wale“

Groß Pampau/Lübeck.  Mit Funden fossiler Wale, Haie, Schildkröten oder Robben hat die Gemeinde Groß Pampau vor den Toren Schwarzenbeks Weltruhm erreicht. Einige der in der Tongrube des Kieswerks Ohle & Lau festgestellten und freigelegten Funde werden im Lübecker Museum für Natur und Umwelt ausgestellt. Gerhard Höpfner, der das ehrenamtliche Grabungsteam leitet, lädt für Montag, 19. November, zum Vortrag über die in Groß Pampau gesammelten neuen Informationen zur Erforschung der Erdgeschichte Schleswig-Holsteins ein. Elf Millionen Jahre alt sind die Fundstücke.

Einige der versteinerten Meerestiere aus der Ur-Nordsee sind einzigartig. „Das wird etwas Großes“, hatte Höpfner schon nach den ersten Teilen eines im Sommer 2017 entdeckten neuen Skeletts erkannt. Die Knochenfragmente werden direkt vor Ort konserviert, dann wird gesäubert alles zusammengesetzt. Bei Wal Nummer elf benötigte Höpfner dafür 800 Stunden, seit 1984 wurden in Groß Pampau die Überreste von 15 Walen entdeckt.

Höpfner gibt in seinem Vortrag im Museum (Musterbahn 8) einen Überblick über die Funde aus der Tongrube. Die Grube ist für die Paläontologen ein Glücksfall.

Los geht es um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Mineralienbegeisterte Besucher können bereits vor dem Vortrag an der monatlich stattfindenden kostenlosen Steinsprechstunde der Arbeitsgruppe „Mineralien und Fossilienfreunde“ um 17.30 Uhr teilnehmen und mitgebrachte Funde kompetent analysieren lassen. Für die Steinsprechstunde ist allerdings eine Anmeldung unter der Telefonnummer (0 4 51) 1 22 41 22 erforderlich.