Afrika aus Sicht der Afrikaner

Schwarzenbek.  Unser Blick auf Afrika erfolgt zumeist durch die eigene „kulturelle Brille“, sagt Anna Lena Johannsen. Die Frau aus dem niedersächsischen Bienenbüttel hilft als interkulturelle Trainerin, diese Brille abzusetzen und den Kontinent mal so zu sehen, wie Afrikaner ihre Heimat empfinden.

Johannsen hat Kulturantrophologie mit dem Schwerpunkt Afrika im schwedische Uppsala studiert und anschließend für Brot für die Welt und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in West- und Ostafrika gearbeitet.

Am Sonnabend, 17. November, kommt Johannsen auf Einladung der DRK-Betreuungsdienste nach Schwarzenbek, um ehren- und hauptamtlichen Flüchtlingshelfern beim Perspektivwechsel zu helfen: In Rollenspielen und Übungen erfahren sie, wie sich das Verhalten und Denken von Afrikanern und Europäern unterscheiden kann. „Ziel ist ein Perspektivwechsel, um eine positive und vorurteilsfreie Begegnung beider Kulturen möglich zu machen“, sagt Johannsen. Dabei gehe es um das Reflektieren der Kolonialzeit ebenso wie ein Blick auf das neue „Afrika im Aufbruch“. Das Seminar steht aber nicht nur Helfern offen, sondern auch Menschen aus Afrika, die so etwas über die europäische Sicht auf ihren Kontinent erfahren können.

Angeboten wird der Workshop von 10 bis 16 Uhr im DRK-Zentrum Schwarzenbek, Bismarckstraße 9Ğ b. Die Teilnahme ist dank der Förderung durch die Aktion Mensch kostenfrei. Teilnehmer können sich noch bis Dienstag, 13. November, unter der Telefonnummer 01 71/3 38 95 53 oder per E-Mail an anlaufstelle @drk-betreuungsdienste.de anmelden.