Sicherheit

Polizei setzt auf mehr Fußstreifen

Lisa Jobke und Björn Nienkerk auf Fußstreife im Schwarzenbeker Stadtpark.

Lisa Jobke und Björn Nienkerk auf Fußstreife im Schwarzenbeker Stadtpark.

Foto: Stefan Huhndorf / BGZ / Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. Große Ansammlungen von Jugendlichen im Zentrum verunsichern viele Bürger. Die Polizei setzt Fußstreifen ein.

Schwarzenbek.  Es gibt keine „No-go-Areas“ in Schwarzenbek. Aber dennoch fühlen sich Bürger unwohl, wenn sie in den Abendstunden auf dem Ritter-Wulf-Platz, im Stadtpark oder auch im Stadtteil Nordost im Bereich von Holzhaus, Sierrepark oder am Grover Weg unterwegs sind. „Das sind typische Treffpunkte für Jugendliche. Besonders der Ritter-Wulf-Platz ist wegen des kostenfreien WLANs beliebt. Wenn dort größere Gruppen sind, kann das bedrohlich wirken“, weiß Ernst Jenner, der Leiter des Polizeireviers Schwarzenbek.

Raubüberfall verunsichert Bürger

Kriminalitätsschwerpunkte sind diese Bereiche nicht – auch wenn der Überfall von fünf südländisch aussehenden Jugendlichen vor knapp zwei Wochen für sehr viel Verunsicherung und eine lebhafte Debatte in sozialen Netzwerken gesorgt hat. Wie berichtet, hatten die Jugendlichen eine 31-Jährige überfallen und ihr Geld geraubt. Die Täter sind bislang nicht ermittelt worden. Raubstraftaten sind selten in Schwarzenbek. Von 1136 Straftaten, die 2017 in der Stadt registriert wurden, waren lediglich neun Raubüberfälle.

Mehr Fußstreifen im Zentrum

Trotzdem hat die Polizei den aktuellen Fall zum Anlass genommen, verstärkt Fußstreife im Stadtgebiet zu gehen. „Wir wollen offen Präsenz zeigen. Das schreckt potenzielle Täter ab“, sagt Jenner, der bei seinem Sicherheitskonzept auf Prävention setzt. Dafür verschiebt er Personal aus dem Revierbereich (60 Beamte), der auch Büchen und Lauenburg umfasst, nach Schwarzenbek. Bei Bedarf fordert er zudem zusätzliches Personal aus umliegenden Dienststellen an.

Zwei Drogenkonsumenten erwischt

Die Beamten sind dabei ab dem späten Vormittag bewusst nicht in Zivil, sondern in Uniform unterwegs, damit die Aktivitäten der Polizei deutlich sichtbar sind. Das soll den Bürgern ein Gefühl der Sicherheit geben. Erste Erfolge haben sich bereits eingestellt: Am Wochenende erwischten die Beamten mehere Drogenkonsumenten, die Joints im Stadtpark rauchten.

Reisende Täter im Visier

Bei ihrer Streifentätigkeit haben die Beamten aber nicht nur Jugendliche im Visier. „Es gibt immer wieder Taschendiebstähle und Trickbetrügereien durch reisende Kriminelle. Wir hoffen, auch diese Täter abzuschrecken oder zu erwischen“, so Jenner.