Kriminalitäts-Prävention

Holzhaus soll Jugendlichen wieder als Treff dienen

Schwarzenbek.  Über ein „Grundrauschen“ in Sachen Jugendkriminalität in der Stadt hatte Stadtjugendpfleger Norbert Lütjens bereits den Sozialausschuss informiert (wir berichteten). Im Hauptausschuss bekräftigte Lütjens seine Sorgen über die Entwicklung in der Europastadt: Laut seiner Einschätzung gibt es in der Stadt mehrere Gruppen von Jugendlichen, die Orientierung suchen und durch Vandalismus auffallen.

„Wir versuchen unter anderem, durch die flexible Jugendarbeit ihnen Alternativen zu bieten“, so Lütjens. Ihm bereiten drei bis vier kriminelle „Multiplikatoren“, die zwischen den Gruppen hin- und herwandern die größten Sorgen. Sie könnten andere „mitziehen“, so seine Befürchtung.

Im vergangenen Jahr hatte der Ausschuss die seit 2016 geltende Besetzungssperre für den Posten eines flexiblen Jugendarbeiters aufgehoben. Der soll demnächst wieder Angebote im Holzhaus an der Cesenaticostraße 41 machen. Einst für die Jugendarbeit im Stadtteil Nordost erbaut, wird es derzeit von der Verbandsschule genutzt.

Lütjens will jetzt an drei Abenden in der Woche von 18 bis 20.30 Uhr einem Raum des Hauses wieder als Gesprächsangebot für Jugendliche öffnen. Sein Wunsch: Das Haus wird wieder komplett für die Jugendpflege freigegeben inklusive zusätzlicher Stellen und die Grünfläche dahinter wird zur Spielfläche aufgewertet. Zustimmung gab es dafür von Gerhard Moldenhauer (CDU): „Wir sollten im Holzhaus wieder etwas aufbauen.“