Schwarzenbek

Haus-Geschichte(n)

Zwischen 1750 und 1770 wird das Fachwerkhaus von der Kurfürstlich-Hannoverschen Verwaltung als Wohnsitz für den jeweiligen Amtsschreiber errichtet.

1870-1968 dient es als Wohnsitz des Schwarzenbeker Amtsrichters – daher auch sein heutiger Name. In dieser Zeit wird auch der das Haus umgebende Park („Justizgarten“) angelegt, zunächst zur Selbstversorgung. Letzter Bewohner war Amtsgerichtsdirektor Treichel, der dort von 1963 bis 1968 lebte.

1982 werden Haus und Park unter Denkmalschutz gestellt, zwei Jahre später kauft es die Stadt der Justizverwaltung des Landes ab.

1988 - 1995 ist Regina Smith hauptamtliche Kustodin des Hauses, seit 1991 unterstützt vom Verein „Freundeskreis Amtsrichterhaus“.

1995 - 2004 leitet Hans-Jürgen Rumpf das Haus, lädt 1996 erstmals zum Kunsthandwerkermarkt ein. Seit 1997 können sich auch Paare im Amtsrichterhaus trauen lassen.

2005 - 2008 übernimmt die Stiftung Herzogtum Lauenburg die Kulturarbeit im Amtsrichterhaus. Über die künftige Ausrichtung kommt es zum Streit zwischen dem Freundeskreis und der Stiftung. Höhepunkt ist der sogenannte Schlüsselstreit: Wegen unklarer Zuständigkeiten ließ im Jahr 2007 der damalige Siftungspräsident Volker Pollehn kurzerhand die Türschlösser austauschen.

2008 - 2011 wird das Haus wieder unter städtische Regie mit Meike Wenck als Teilzeit-Kustodin geführt. Als sie kündigt, wird die Einrichtung geschlossen.

2014 übernimmt die Louisenhof gGmbH (früher: Gut Lanken) den Betrieb. Der Freundeskreis, der sich für eine neue Kustodin ausgesprochen hatte, löst sich auf.