Mölln.

Kreative Kochkunst aus der Region

Lauenburg’scher Teller 14 Restaurants bieten bis Oktober Gerichte zu Preisen von 13 bis 21 Euro an

Mölln.  „Ich probiere auf jeden Fall die Leber, das bekomme ich zu Hause nicht so oft“, legt sich Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) bei der Präsentation des „Lauenburg’scher Teller 2018“ fest. Zum 24. Mal präsentieren die Touristiker des Kreises (HLMS) gemeinsam mit der IHK zu Lübeck, dem Gaststättenverband Dehoga und dem Berufsbildungszentrum (BBZ) die Leistungsschau der lauenburgischen Kochkunst. 14 Restaurants zeigen mit 15 Gerichten, wie vielfältig die regionale Küche sein kann.

Dass bodenständig nicht einfach heißt, beweisen zwei Betriebe aus Lauenburg. Das Alte Schifferhaus und die Lauenburger Mühle haben die von Füllner probierte Leber kunstvoll zubereitet: gebraten, mit Zwiebeln und Apfel, aber jeweils ganz anders zubereitet und zu Preisen von 13,80 und 13,90 Euro am unteren Ende der Preisskala. Der Kreispräsident war mit seiner Wahl am Ende des Abend jedenfalls zufrieden.

Zur Präsentation der Gerichte waren am Dienstagabend 270 Gäste, darunter die Präses der IHK zu Lübeck Friederike C. Kühn und Landrat Christoph Mager in den Saal des Hotel Quellenhof in Mölln gekommen, ließen sich von den Köchen kleine und manchmal auch größere Probierportionen auflegen.

Neben Leber und Lamm steht auch der Zander in diesem Jahr bei den Köchen hoch im Kurs: Gleich drei bieten den Edelfisch an, dazu aber auch Maräne, Tafelspitz, Schweine- und Kalbsfilet sowie Galloway-Rind. Günstigstes Produkt ist die mediterrane Pasta von den Köchen Jan Schlichthörl und Sabine Brandt aus Lehmrade, die es für 13 Euro gibt, das mit 21 Euro teuerste Gericht gibt es bei Ohlrogges Gasthof in Büchen („Peitho-Teller“).

Erstmals dabei sind in diesem Jahr Tobias Winker und Andreas Schumacher vom Fährhaus Rothenhusen in Groß Sarau an der Nordspitze des Ratzeburger Sees. „Wir garen das Fleisch bei niedrigen Temperaturen für mindestens zwölf Stunden im Vakuumverfahren“, erklärt Winkler, warum ihr Tafelspitz so butterzart ist. „Wir haben das Restaurant im vergangenen Jahr neu eröffnet, wollen uns jetzt auch in der gastronomischen Szene des Kreises einbringen“, sagt Geschäftsführer Stephan Rössig.

Denn die Aktion ist auch eine gute Werbung für die teilnehmenden Gastro-Betriebe. „Wir kennen viele, die versuchen sich bis Oktober durch alle 15 Gerichte zu probieren“, sagt Günter Schmidt, Chef der kreiseigenen Tourismusagentur (HLMS). Das bestätigt auch Anke Asmus vom Gasthof Hans Heitmann in Wotersen. Sie hatte im Vorjahr gebratene Blutwurst angeboten, wohl wissend, dass sie damit nicht alle Gäste anspricht. Doch „Draculas Knuspertaler“ verkaufte sich so gut, dass er mittlerweile permanent auf der Karten zu finden ist.

Noch nicht auf einer Restaurantkarte zu finden ist das Dessert: 14 Koch-Azubis des zweiten Lehrjahrs hatten die „Beschwipste Helene“ – Birnen mit dreierlei Creme – im Rahmen ihrer Ausbildung am BBZ für den Präsentationsabend zubereitet. Insgesamt gibt es im Kreis 49 Koch-Azubis, die am BBZ beschult werden.