Schwarzenbek.

Riesenspaß auf sicherem Eis

Feuerwehr Dauerfrost ermöglicht Spektakel auf dem zugefrorenen Rückhaltebecken

Schwarzenbek. Ab aufs Eis hieß es am Wochenende beim Eisvergnügen in Schwarzenbek: In tagelangen Vorbereitungen hatten die Mitglieder des Fördervereins der Schwarzenbeker Feuerwehr und die Retter eine fast 4000 Quadratmeter große Eisfläche hinter der Feuerwache an der Lauenburger Straße optimal präpariert. „Wir haben das Wasser aufgestaut, Schnee geschoben und mit zusätzlichem Wasser eine perfekte Eisfläche gezaubert“, sagte Rolf Schönteich, unter dessen Regie das Spektakel vorbereitet wurde.

Weit mehr als 1000 Menschen nutzten die Gelegenheit, unter sicheren Rahmenbedingungen Schlittschuh zu laufen, zu glitschen oder Eishockey zu spielen. Am Ufer des zugefrorenen Rückhaltebeckens verkauften die Fördervereinsmitglieder Glühwein, Kakao und Bratwürste. Auf dem Eis zeigten die Feuerwehrleute, wie vorgegangen wird, wenn eingebrochene Menschen gerettet werden müssen.

„Ich finde es großartig, dass unsere Feuerwehr dieses Spektakel zusätzlich zu den vielen Einsätzen und Diensten für die Bürger auf die Beine stellt“, sagte Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig. „Außerdem zeigt die Feuerwehr, dass sie in der Lage ist, im Notfall jederzeit und überall helfen zu können“, so die Verwaltungschefin. „Ich bin schon stolz auf meine Truppe.“

„Es war natürlich eine gewaltige Anstrengung für die ehrenamtlichen Retter, aber der rege Zuspruch und vor allem viele positive Rückmeldungen haben uns in unserer Aktion bestärkt“, so Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Es war das dritte Eisvergnügen auf dem Rückhaltebecken nach 2012 und 2013. Bettin: „Das geht bei uns ja nur, wenn die Natur mitspielt.“

Strenger Frost hatte für eine sichere, dicke Eisschicht gesorgt. „Das ist total cool hier“, schwärmte Susanne Leinhos. „Ich weiß gar nicht, wann ich meine Schlittschuhe das letzte Mal an hatte, aber es macht riesig Spaß“, sagte die Schwarzenbekerin. Björn Ahrens war mit seinem Sohn Jarne zum Eishockeyspielen gekommen. „Die Ausrüstung stammt noch aus meiner Kindheit, die Sachen sind mindestens 25 oder 30 Jahre alt“, meinte er und legte los. Nica Möller, ihre Tochter Jenna (16) und deren Freundin Mailin von Wilke (16) waren aus Lanze nach Schwarzenbek gekommen. „Wir hatten einen Platz zum Schlittschuhlaufen gesucht, hier ist es richtig klasse“, sagte Nica Möller.

Trotz des Eisvergnügens warnt die Feuerwehr davor, Eisflächen zu betreten. Das angekündigte Tauwetter wird die gefährliche Situation in den kommenden Tagen vermutlich noch verschärfen. „Wir wollen ja nicht, das jemandem etwas passiert“, rät Bettin zur Vorsicht.