Notplan

Flüchtlinge kommen ins Bürgerhaus

Kankelau .  Die Kankelauer Gemeindevertretung hat in der vergangenen Sitzung einmütig beschlossen: Ab sofort kann das Amt Schwarzenbek-Land über das „Bürgerhaus Kornrade“ am Elmenhorster Weg verfügen und bei einer akuten Notsituation dort vorübergehend Asylbewerber und Flüchtlinge unterbringen.

Das Amt Schwarzenbek-Land will das Bürgerhaus ähnlich nutzen wie die Stadt Schwarzenbek die leer stehende Realschule: als vorübergehenden, kurzfristigen Puffer. Bei Zuweisungen von Flüchtlingen, für die auf die Schnelle kein Wohnraum zu finden ist, sollen die Menschen das Bürgerhaus beziehen.

Klar ist: Wenn Flüchtlinge ins Haus einziehen, können Bürger die Einrichtung nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzen. Laut Bürgermeister Klaus Hansen, zugleich Vorsteher der 19 Dörfer des Amtes Schwarzenbek-Land, vertritt die Gemeindevertretung aber einmütig die Ansicht, mit so einer Situation vorübergehend leben zu können und der menschenwürdigen Unterbringung von Flüchtlingen den Vorrang einzuräumen.

„Diese Entscheidung unterstützt das Amt in besonderer Weise, erleichtert es doch den Mitarbeitern bei ihrer angespannten Suche nach weiterem Wohnraum eine übergangsweise Unterbringung“, sagt Hansen. Aufgrund der weiterhin steigenden Zahl an Schutzsuchenden bittet der Amtsvorsteher alle Bürger, die im Amtsbereich freien Wohnraum zur Verfügung stellen können, die Amtsverwaltung anzusprechen. Das Amt Schwarzenbek-Land in der Gülzower Straße 1 in Schwarzenbek ist unter (0 41 51) 8 42 20 erreichbar.