Kultursommer

Auftakt mit einer Stadt voll singender Menschen

Foto: Marcus Jürgensen / Jürgensen

Schwarzenbek. Am 15. Juni wird der 8. Kultursommer in Schwarzenbek mit einem großen Chorfest eröffnet - das steht fest. Das Programm wird hingegen in den nächsten Monaten erarbeitet: Künstler und Gruppen können sich bei Intendant Frank Düwel bewerben.

Der Auftakt des Kultursommers am Kanal ist immer auch ein erster Höhepunkt – ob Trommlerfest in Wotersen (2011) oder künstlerisch gestaltete Stühle („Ein Ehrenplatz für den Frieden“) in diesem Jahr in Geesthacht. Der Auftakt des Kultursommers 2013 wird ein musikalischer Höhepunkt – und findet am 15. Juni in Schwarzenbek als Chorfest statt.

„Ich trage diese Idee schon seit drei Jahren mit mir herum“, erklärte Intendant Frank Düwel bei der Vorstellung der Pläne gestern im Schwarzenbeker Rathaus: „Meine Vision ist ein mit singenden Menschen gefüllter Ritter-Wulf-Platz – und vielleicht noch einige Bläser auf den Dächern ringsum.“ Das „Wunder der Kunst“ trete in der Chormusik vielleicht am deutlichsten zu Tage, schwärmt Düwel vom Miteinander der Stimmen. Das soll zum Auftakt gleich dreifach erfolgen: Unter dem Motto „Chöre unterwegs“ soll zunächst an verschiedenen Orten der Stadt – Supermarkt, Bahnhof, Wochenmarkt oder Bürogebäude – gesungen werden. Darauf folgt ein gemeinsames Singen von Chören und Zuschauern auf dem Ritter-Wulf-Platz am Nachmittag, bevor dann am Abend der Kultursommer im Festsaal des Rathauses eröffnet wird – ebenfalls in gesungener Form.

Chöre, die sich am Auftakt beteiligen wollen, sollten sich bis Jahresende unter kultursommer@norden-theater.de bei Düwel melden. „Wir wollen im Januar eine grobe Struktur erstellen, wollen alle Chöre besuchen und mit ihnen ihren Auftritt planen“, sagt der Intendant.

In dem vierwöchigen Programm gibt es weitere Highlights: Das Kanu-Wandertheater „wandert“ im kommenden Jahr nach Mölln, da der Schaalseekanal ausgebaut wird. Dafür kommt die Jugend-Kunstausstellung unter dem Motto „ZusammenKunst“ von Mölln nach Geesthacht. Dritter Höhepunkt ist das Tanzprojekt „Beat ’n’ Dance“ in Schwarzenbek, das auch im kommenden Jahr von Sänger Roger Cicero unterstützt wird. „Gerade in Schwarzenbek haben sich viele Menschen ganz unglaublich engagiert“, sagt Düwel, der bereits erste Vorgespräche mit den jugendlichen Tänzern geführt hat. Die werden im nächsten Jahr mit Musik, Tanz und Videoprojektionen eine Geschichte erzählen.