Eröffnung

Das ist der neue Jugendtreff

Foto: bgz

Schwarzenbek. Der Jugendtreff hat in seinem neuen Standort in der Compeschule mit dem offenem Betrieb begonnen. Um das zu ermöglichen, haben viele Jugendliche sich beteiligt. Und die Bauunternehmer verzichteten auf die Mehrkosten, die bei der Renovierung der Bäder angefallen sind.

Noch immer stehen in den Büros Pappkartons voller Akten, der Billardtisch wartet ebenso auf einen neuen Stoffbezug wie Stadtjugendpfleger Norbert Lütjens auf noch fehlenden Möbel. Doch die Lautsprecher hängen im offenen Bereich des neuen Jugendtreffs an der Wand und sind angeschlossen, und die Computer funktionieren genauso wie Kaffeemaschine und Kühlschrank: Seit Wochenbeginn läuft der Betrieb an der Breslauer Straße 2.

Nachdem die Stadtverordneten beschlossen hatten, das alte Domizil am Markt 6 inklusive des dahinter liegenden Gebäudes zu verkaufen, musste für die Jugendpflege eine neue Bleibe gefunden werden. Für 250?000 Euro wurde ein aus den 1970er-Jahren stammender Schultrakt der ehemaligen Compeschule für die Bedürfnisse der Jugendliche umgebaut. Zwar war das Gebäude wärmetechnisch saniert, doch galt es Mauerdurchbrüche zu schaffen, neue Sanitäranlagen und eine Alarmanlage einzubauen. Die bis zu fünf Schichten Ölfarbe auf den ehemaligen Klassenzimmerwänden beizten die Jugendlichen selbst ab, die auch beim Vergipsen und Streichen sowie beim Umzug halfen (wir berichteten). Auch fünf Tische für den offenen Bereich und den Medienraum bauten die Jugendlichen selbst.

Doch auch die Handwerker halfen mit Spenden: Bauunternehmer Günter Studt und Thomas Lamm von der Sanitärfirma Manske verzichteten darauf, Mehrkosten in Rechnung zu stellen. Die waren entstanden, weil etwa im Sanitärbereich keine Fundamente vorhanden waren. Als im 14 mal 7 Meter großen Tanzsaal die alten Heizungsrohre die Verlegung des neuen Fußbodens verhinderten, sprangen sie noch einmal ein und spendeten Rohre und Heizkörper im Wert von 2000 Euro. Auf 10?000 Euro verzichtete gar Holger Schmidt, Abteilungsleiter für Küchen beim Möbelpark Sachsenwald: Für die hochwertige Küchenzeile mit zwei Kühlschränken, Geschirrspüler und viel Stauraum berechnete er nur 5000 Euro.

„Ich bin ganz sicher: Wir werden hier etwas bewegen“, versprach Lütjens den Handwerkern beim abschließenden Rundgang durchs Haus, dessen Räume in Weiß- und Grautönen gehalten sind. Mit einer Feierstunde am Donnerstag, 4. Oktober und einer Elektronik-Party am 5. Oktober soll das Haus offiziell eröffnet werden. Kursusangebote können schon jetzt genutzt werden, und jeweils um 15 Uhr beginnt an den Wochentagen der offene Betrieb.