An der Bille

Maroder Brückenpfeiler gefährdet Rad und Rolli-Fahrer

Der Seniorenbeiratsvorsitzende Dr. Heinz-Dieter Weigert zeigt den maroden Brückenpfosten und den ausgewaschenen Weg davor. Über die Brücke geht es Richtung Reinbek.

Der Seniorenbeiratsvorsitzende Dr. Heinz-Dieter Weigert zeigt den maroden Brückenpfosten und den ausgewaschenen Weg davor. Über die Brücke geht es Richtung Reinbek.

Foto: Susanne Tamm

Reinbeker Seniorenbeirat beklagt den „lebensgefährlichen“ Zustand der Billebrücke auf Wohltorfer Seite. Nun soll nachgebessert werden.

Wohltorf/Reinbek. Auf eine Gefahrenstelle für Radfahrer macht jetzt der Seniorenbeirat aufmerksam: Die Billebrücke zwischen Reinbek und Wohltorf sei von der Straße Am Tonteich aus befahren sogar lebensgefährlich. Michael Hölzel, Mitglied des Seniorenbeirats und Bewohner des Stadtteils Krabbenkamp, fährt gern Rad. Daher nutzt er oft die kürzeste Strecke parallel zu den Bahngleisen um in Reinbeks Stadtzentrum zu gelangen.

„Die Route verläuft leider auch auf dem Gebiet unserer Nachbargemeinde Wohltorf“, sagt Michael Hölzel und moniert: „Der Abbieger von der Straße Am Tonteich in Richtung der Billebrücke ist mit einem Umlaufgitter verbaut. Weder mit einem Lastenfahrrad, einem Fahrradanhänger ober einem zweispurigen Seniorenfahrrad ist diese Sperre zu durchfahren.“ Dr. Heinz-Dieter Weigert ergänzt: „Ein Rollstuhlfahrer oder auch ein Senior mit Rollator hat dort keine Chance.“ Breite Zwillingskinderwagen seien ebenfalls betroffen. Der Zaun sei auf der linken Seite des Weges in den Boden gedrückt worden und werde so zur Stolperfalle. Daher sei es unmöglich, die Sperre zu umfahren.

Sturzgefahr besonders für Senioren extrem hoch

„Außerdem ist der Weg bis zur Bille absolut ungenügend beleuchtet“, kritisiert Hölzel. Am oberen Ende des Weges in Richtung der Bille vor dem steil abfallenden Weg stehe zwar eine Laterne, die sei aber stark zugewachsen. „Der Bereich vor der Brücke und das Brückengeländer werden von dieser Lampe nie erfasst“, beklagt Michael Hölzel. „Außerdem ist das Gefälle zur Billebrücke nicht zu vertreten, weil der Bodenbelag als Radweg ungeeignet und verschmutzt ist. Der Zustand des Brückenanschlusses aber ist eine wahre Katastrophe.“ Die Seiten des Sandweges sind stark ausgewaschen und fallen rechts steil zum Ufer ab, Pfosten und Balken sind verrottet.

„Die Sturzgefahr besonders für Senioren und Menschen mit Behinderungen ist extrem hoch“, warnt Heinz-Dieter Weigert. „Besonders in Verbindung mit dem abschüssigen Weg zuvor, der zudem noch eine Kurve hat. Wer ins Straucheln kommt, landet gleich in der Bille.“

Bauamstsleiter kennt die Anfrage des Seniorenbeirats

Michael Hölzel sagt: „In der dunklen Jahreszeit ist es bei
Fahrten in beiden Richtungen durch die ungenügende Beleuchtung fast unzumutbar, diesen Weg am Abend zu benutzen. Aber leider gibt es keinen besseren.“ Diese Missstände träfen nur auf den Wohltorfer Bereich zu. Die Stadt Reinbek habe den ihr zugehörigen Teil im letzten Jahr umfassend und gründlich saniert.

Wohltorfs Bürgermeister Gerald Dührlich ist die Problematik bekannt. Ich habe mit unserem Bauhofleiter gesprochen“, sagt er. „Nach seiner Auskunft, hat sich Reinbek dazu verpflichtet, die Brücken instandzuhalten und Wohltorf finanziell zu beteiligen. Ich werde Reinbek noch einmal ansprechen“, versichert er: „Wir haben auf jeden Fall geplant, ab 1. Oktober dort die Straßenlampe frei zu schneiden. Das Gefälle ist dort im Wald landschaftsbedingt. Ich bin dort schon als Jugendlicher hinuntergefahren. Man muss ein bisschen aufpassen und gegebenenfalls absteigen.“

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Reinbeks Bauamtschef Sven Noetzel kennt die Anfrage des Seniorenbeirats. Sie werde gerade bearbeitet. „Es gibt Brückenvereinbarungen“, bestätigt er, „ein übliches Procedere, damit keine Kommune eine halbe Brücke sanieren muss.“ Die Bauwerke würden dafür alle ein bis zwei Jahre begangen. „Das betrifft allerdings nur die Brücke, nicht den Weg davor“, erläutert er: „Für den ist Wohltorf zuständig.“