Sicheres Abstimmen

Für 22.690 Reinbeker wäre Briefwahl die gesündeste Wahl

Bürgermeisterwahl: Gemeindewahlleiterin Daniela Esser und ihr Vize Lennart Fey präsentieren die neuen Plakate der Kampagne „Wählen ist wichtig. Ihre Gesundheit auch.“ im Foyer des Rathauses, das am 26. Juli zum Wahllokal wird. Susanne Tamm

Bürgermeisterwahl: Gemeindewahlleiterin Daniela Esser und ihr Vize Lennart Fey präsentieren die neuen Plakate der Kampagne „Wählen ist wichtig. Ihre Gesundheit auch.“ im Foyer des Rathauses, das am 26. Juli zum Wahllokal wird. Susanne Tamm

Foto: Susanne Tamm

Nur der Kandidat, Amtsinhaber Björn Warmer (45), ist bekannt. Sonst ist alles anders.

Reinbek. Bei dieser Bürgermeisterwahl steht zwar der Kandidat mit den meisten Stimmen bereits fest, aber sonst ist fast alles anders. 22.690 Reinbeker ab 16 Jahren dürfen ihre Stimme für oder gegen den Amtsinhaber Björn Warmer (45, SPD) abgeben, und zwar nicht nur am Sonntag, 26. Juli, sondern gern auch schon jetzt. Denn in Zeiten von Corona wirbt Gemeindewahlleiterin Daniela Esser besonders dafür, Briefwahl zu beantragen. Dafür werden auch in allen Stadtteilen insgesamt 60 Plakate ausgehängt.

Traditionell ist die Beteiligung an einer Bürgermeisterwahl eher gering. 2014 lag sie bei 54 Prozent, aber damals gab es drei Kandidaten und gleichzeitig lief die Europawahl. Dieses Jahr ist die Situation speziell: Björn Warmer ist der einzige Kandidat. Und wegen des Virus musste der Termin verschoben werden, er liegt jetzt mitten in den Sommerferien. Zudem könnten viele der Wahl aus Angst vor Ansteckung fernbleiben.

1200 Wähler haben bereits Briefwahlunterlagen angefordert

All dies spricht dafür, die Briefwahlunterlagen anzufordern. Etwa 1200 Wähler haben das bereits getan. Das biete sich in Ferienzeiten ohnehin schon an, stellt die Wahlleiterin fest: „Jetzt, wo wir jede Ansammlung von Menschen vermeiden wollen, umso mehr.“ Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, muss die Wahl unter den bekannten Auflagen laufen: mindestens 1,5 Meter Abstand halten, Mund und Nase bedecken sowie Hände desinfizieren. Das ist nicht in allen bewährten Wahllokalen möglich.

„Deshalb, aber auch, um aus der Not eine Tugend zu machen, mussten wir die Wahllokale von 16 auf neun verringern“, erläutert Lennart Fey, Essers Stellvertreter. „Das liegt aber auch daran, dass viele unserer treuen Wahlhelfer abgesagt haben. Entweder, weil sie selbst zur Risikogruppe gehören, oder auch weil sie im Urlaub sind.“ Bis auf den Krabbenkamp werde es aber in jedem Stadtteil ein Wahllokal geben. „Die Krabbenkamper müssen wir bitten, in der Schule Schönningstedt an die Urne zu gehen“, sagt Fey. Im Rathaus etwa werde am 26. Juli im Foyer gewählt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Dann werden auch die per Briefwahl eingegangenen Stimmen mitgezählt.

Einfache Beantragung

Die Unterlagen zu beantragen, sei einfach: unter reinbek.de\brief wahl oder auch mit dem Antrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Die Wahlleitung erinnert aber daran, dass dieser spätestens am Dienstagabend vor der Wahl im Rathaus vorliegen müsse. Ihren Stimmzettel müssten die Wähler am besten in den Briefkasten am Haupteingang stecken, damit sie auf jeden Fall am Sonntag vorliegt. Das Wahlbüro, das auch bei der Briefwahl unterstützt, ist geöffnet. Allerdings dürfen Besucher nur mit Termin kommen. Den gibt es online unter www.reinbek.de\termine oder telefonisch über die Nummer auf der Wahlbenachrichtigung.