Wegen Corona

Reinbek: Mit Abstand anständig in der Mensa essen

Teresa (7, von rechts), Lis-Lotte (8) und Harder (8) lassen sich das Hühnerfrikassee mit Reis schmecken. Ihre Mensa in der Grundschule Klosterbergen ist auch während der Corona-Krise geöffnet.

Teresa (7, von rechts), Lis-Lotte (8) und Harder (8) lassen sich das Hühnerfrikassee mit Reis schmecken. Ihre Mensa in der Grundschule Klosterbergen ist auch während der Corona-Krise geöffnet.

Foto: Susanne Tamm

Die Grundschule Klosterbergen in Reinbek hält den Mensa-Betrieb aufrecht. Schüler müssen sich an neue Regeln halten. Ein Ortstermin.

Reinbek. Fast sieht es aus wie ein kleiner Parcours: Auf dem Fußboden der Mensa in der Grundschule Klosterbergen sind überall bunte Aufkleber zu sehen. Sie zeigen den Kindern, in welche Richtung sie gehen sollen und wie groß der Abstand sein muss, den sie zu den anderen Schülern halten müssen. Zu Zeiten der Pandemie läuft alles ein bisschen anders als sonst. „Aber immerhin haben wir noch unsere Mensa“, sagt Schulleiterin Katrin Rabe, die dort selbst gern Mittag isst. Dass dies nicht so selbstverständlich ist, habe sie erst im Gespräch gemerkt: „Kinder anderer Schulen müssen sich Pausenbrote mitnehmen“, erzählt sie.

Durch die neue Mensa, die erst im vergangenen Sommer eröffnet wurde, hat die Schule ausreichend Platz, alles zu organisieren. Zurzeit wechseln sich noch die Erst- und Zweitklässler, die um 12 Uhr zum Mittag gehen, mit den Älteren, die ab 13 Uhr eintreffen, ab. Masken brauchen die Schulkinder nicht, ihre Betreuer und das Küchen-Team hingegen schon. Aktuell haben die Viertklässler zehn Schulstunden in der Woche, die Drittklässler vier sowie die Erst- und Zweitklässler jeweils zwei.

Ab 8. Juni kommen wieder alle 250 Kinder täglich in die Schule

An die neuen Regeln hätten sich die Kinder schnell gewöhnt, erzählt Ilka Thiel, Leiterin der „Betreuungsinsel“ für die Zeit nach dem Unterricht an der Klosterbergenschule. „Das klappt gut“, hat auch Martina Stuckhardt, Leiterin der Zubereitungsküche, beobachtet. „Einige machen auch ein Spiel daraus und hüpfen von Markierung zu Markierung.“ Für ihre Arbeit hat sich einiges geändert. „Gereinigt und desinfiziert haben wir vorher auch schon“, berichtet die Küchenleiterin. „Aber jetzt dürfen wir vieles nicht mehr herausgeben. Bei einem Nachschlag etwa müssen wir den Kindern einen frischen Teller mit ausgeben. Das Besteck liegt schon in eine Serviette eingewickelt auf dem vorbereiteten, desinfizierten Platz.“

Ilka Thiel und ihr Team aus 25 Betreuern sind jetzt verstärkt gefordert, besonders ab 8. Juni: Dann sollen wieder alle 250 Kinder werktäglich in die Schule kommen. Gerade läuft noch eine Umfrage unter den Eltern, wie viele die Nachmittagsbetreuung samt Mensa-Essen nutzen wollen. „Statt der Abstandsregeln gilt dann, dass die Kinder in ihren Halbklassen zusammenbleiben sollen“, erklärt Katrin Rabe.

Klassen werden in drei Schichten aufgeteilt

Um dies alles zu bewältigen, werden die Klassen in drei Schichten aufgeteilt. Die Schüler haben dann allerdings nur noch eine halbe Stunde Zeit für das Essen. Sie dürfen dann wie in ihren Klassen auch ohne besondere Abstände an einem Tisch sitzen, müssen aber möglichst auf ihren Plätzen bleiben. Verzichtet wird schon jetzt auf Schüsseln auf den Tischen, aus denen sich alle bedienen dürfen sowie auf die Salat- und Müsli-Bar. Insgesamt wird den Kindern mehr gebracht als gewöhnlich, um Begegnungen zu vermeiden. Dafür sind die Betreuer zuständig. Sie sind es auch, die zwischen den Schichten die Plätze desinfizieren und das Besteck auslegen.

„Wir müssen einfach alle Schritte neu überdenken“, erläutert Katrin Rabe. Zum Glück ist unsere Zubereitungsküche flexibel.“