Neuschönningstedt

Baumgräber auf Reinbeker Waldfriedhof werden erweitert

Auf dem Waldfriedhof in Neuschönningstedt in der Nähe der Haidkrugchaussee stehen bereits die sechs neuen Eichen-Stelen.

Auf dem Waldfriedhof in Neuschönningstedt in der Nähe der Haidkrugchaussee stehen bereits die sechs neuen Eichen-Stelen.

Foto: Annegret Habel

Hinter sechs neu aufgestellten Eichen-Stelen auf dem Waldfriedhof in Neuschönningstedt findet sich Platz für 220 Urnen.

Reinbek.  Sechs neue Stelen stehen jetzt auf dem Waldfriedhof in Neuschönningstedt. „Wir erweitern unsere Baumgräber und haben halbierte Eichenstämme als neue Grabmale zwischen den alten Kiefern installiert“, erläutert Annegret Habel, Leiterin der Friedhofsverwaltung. Träger des Friedhofs ist die evangelische Kirchengemeinde Reinbek-Mitte.

Bereits 2014 war Annegret Habel aufgefallen, dass auf einer Wiese in Volksdorf alte Eichen gefällt werden sollten. Der Eigentümer hatte keine Verwendung für die Stämme und gab drei an den Reinbeker Friedhof ab. „Wir haben sie so lange bei uns eingelagert, damit sie gut abtrocknen“, erzählt Annegret Habel. Sie hatte die Idee, sie zu halbieren und Stelen daraus anfertigen zu lassen. Gemeinsam mit einem Tischler entwickelte sie die Gestaltungsidee weiter. Er hat die Flächen der aufgeschnittenen Eichenstämme bearbeitet.

Beisetzungen in zwei bis drei Wochen möglich

Hinter den Eichen-Stelen innerhalb der alten Kieferngruppe werden 220 Urnengräber Platz finden. Auf den Stelen werden bronzene, vergrößerte Efeublätter befestigt, die herabzuschweben scheinen. Auf ihnen werden die Namen sowie Geburts- und Sterbejahr der Verstorbenen Platz finden.

Noch ist die Anlage eine Baustelle. Das 1,60 Meter tiefe Fundament, in das etwa sieben Kubikmeter Beton geflossen sind, muss zunächst abtrocknen. Außerdem werden noch Steckvorrichtungen für Blumenvasen und Kerzen sowie Bänke montiert. „Aber in zwei bis drei Wochen können wir dort schon Verstorbene beisetzen“, sagt Annegret Habel.

Grabvorsorge ist schon jetzt möglich

Die Grabvorsorge sei schon jetzt möglich. Die 60 mal 30 Zentimeter großen Urnenplätze werden paarweise vergeben. Der Platz neben der Urne wird für den Partner frei gehalten. Eine Grabstätte kostet 1250 Euro, hinzu kommen 200 Euro an Gebühren für die Beisetzung sowie 585 Euro für das Bronzeblatt und den Anteil am Grabmal.