Reinbek

Vorstoß für mehr Sicherheit auf der Hamburger Straße

Der ADFC und die Grünen fordern auf der Hamburger Straße Richtung Landesgrenze (L 223) mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger.

Der ADFC und die Grünen fordern auf der Hamburger Straße Richtung Landesgrenze (L 223) mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger.

Foto: Susanne Tamm

Die Verwaltung möge mehr für die Sicherheit von Fußgängern und Radlern auf der Hamburger Straße tun, fordern die Grünen. Erste Ideen.

Reinbek. Der rege Verkehr auf der Hamburger Straße in Richtung Landesgrenze mit schmal bemessenen Fuß- und Radwegen auf der Fahrbahn sowie zuletzt der tödliche Unfall mit einem Fußgänger auf ebendieser Straße regte den Reinbeker Ortsverein des ADFC zum Appell an: Hier muss etwas geschehen.

Nun starten die Grünen einen entsprechenden Vorstoß im Umwelt- und Verkehrsplanungsausschuss (Donnerstag, 12. März, 19.30 Uhr, Rathaus). Der Kreisverband des ADFC wird am Vortag im Kreisverkehrsausschuss für einen fußgänger- und radfahrerfreundlichen Ausbau der Straße werben.

Waldstück am gefährlichsten

Gefährlich wird es auf dem gut einen Kilometer langen Abschnitt vor allem im Waldstück, das vornehmlich auf Reinbeker Grund liegt. Derzeit ist der Weg unbeleuchtet, für Radler und Fußgänger ist ein knapp zwei Meter breiter Streifen auf der nördlichen und ein noch schmalerer Streifen auf der südlichen Seite vorhanden, die nur durch eine, zum Teil abgefahrene, weiße Fahrbahnmarkierung abgegrenzt sind. Bitterer Anlass, hier zu handeln, war der tödliche Unfall eines 42 Jahre alten Fußgängers aus Bergedorf am 21. Dezember. Er war von hinten überfahren worden, starb noch an der Unfallstelle.

Die Grünen fordern die Stadtverwaltung nun auf, Kontakt zum dort zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein aufzunehmen, um Maßnahmen für die Sicherheit von Fußgängern und Radlern prüfen zu lassen. Die Verwaltung soll zudem prüfen, inwiefern sie selbst dort eingreifen kann. Bauamtsleiter Sven Noetzel hatte bereits im Januar zugesagt, die untere Verkehrsaufsicht der Stadt werde eine neue Markierung und Beschilderung anordnen.

Bergedorfer Grünen eingeschaltet

Klar ist, dass Reinbek das Projekt aufgrund des Verlaufes über die Landesgrenze hinaus nicht alleine, sondern nur gemeinsam mit Hamburg angehen kann, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Günther Herder-Alpen. Seine Fraktion habe sich bereits mit den Bergedorfer Grünen kurzgeschlossen. Deshalb legen die Grünen sich auch auf keine Lösung für den Rad- und Fußweg fest, befürworten jedoch die Ideen des ADFC-Ortsvereins. Der regt unter anderem das Aufstellen von Flexpins, einen Radweg mit Hochbord oder gar einen separaten Weg für Fußgänger und Radler, parallel zur Fahrbahn, an.

Reiner Hinsch, Vorsitzender des Kreisverbandes des ADFC, trägt das Thema am Mittwoch, 11. März, in den Verkehrsausschuss des Kreises Stormarn. Dort wird er die Arbeit des Vereins vorstellen und Wünsche und Anregungen zum Radverkehr äußern.

Auch Antrag und Vortrag zur E-Mobilität

Am Donnerstag ist die Hamburger Straße dann in Form des Grünen-Vorstoßes auf der Tagesordnung des Reinbeker Ausschusses. Die Fraktion beantragt zudem die Einrichtung von Ladestationen für E-Bikes im Stadtgebiet. Die könnten in Zusammenarbeit mit dem ADFC sowie dem E-Werk Sachsenwald umgesetzt werden. Passend dazu wird der Geschäftsführer des E-Werks, Thomas Kanitz, einen Vortrag zur Entwicklung der Elektromobilität in der Region halten.