Umbau

340.000 Euro: Reinbeks Polizeiwache ist eine Baustelle

Bis voraussichtlich Ende März sind die Polizeibeamten wie Björn Möller noch im Altbau der Reinbeker Polizei beheimatet. Am provisorischen Eingangstresen empfängt er die Besucher, beantwortet Fragen und nimmt Anzeigen auf.

Bis voraussichtlich Ende März sind die Polizeibeamten wie Björn Möller noch im Altbau der Reinbeker Polizei beheimatet. Am provisorischen Eingangstresen empfängt er die Besucher, beantwortet Fragen und nimmt Anzeigen auf.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

Schleswig-Holstein investiert 430.000 Euro in den Umbau der Polizeiwache in Reinbek. Sie soll auf den neuen Sicherheitsstand gebracht werden.

Reinbek. 430.000 Euro steckt das Land Schleswig-Holstein in den Umbau der Polizeiwache an der Sophienstraße. Vor allem der Eingangsbereich verändert sein Gesicht. Grund sind weniger optische Gründe, wie der stellvertretende Polizeichef Jochen Sohrt erklärt: „Die Wache wurde Mitte der 1980er erbaut und entspricht nicht den neuen Sicherheitsstandards.“ Den Umbau plant das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH). Voraussichtlich Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Zuerst wurde die Technik der Serverräume im Oktober erneuert. Im Zuge dessen wurde auch die Telefonanlage auf Internettelefonie umgestellt. Die komplette Elektrik wird nach und nach saniert. Generell verändert sich in der Wache einiges, sie ist quasi eine große Baustelle. Deshalb sind die Polizeibeamten auch umgezogen und im Altbau auf der linken Seite des Gebäudes erreichbar. Am provisorischen Tresen nehmen Beamte wie Björn Möller Anliegen der Reinbeker weiterhin auf.

Empfang soll offen und bürgerfreundlich werden

Die prominenteste Neuerung für die Besucher wird wohl der Eingangsbereich sein, der seit November im Umbau ist. „Offen und bürgerfreundlich“ soll dieser gestaltet sein, wenn alles fertig ist, hofft Jochen Sohrt. Einige Wände im Erdgeschoss wurden eingerissen, an anderen Stellen neu hochgezogen, neue Brandschutztüren eingesetzt. Der Wartebereich für Bürger wird direkt im Eingangsflur sein. Der Zugang ist mit einer Schleuse gesichert und Bürger kommen erst rein, nachdem ein Beamter die Tür elektronisch öffnet. Eine weitere Tür, die zum neuen Tresenbereich, öffnet wiederum erst, wenn die Eingangstür geschlossen ist. Die Türen sind vom Tresen aus steuerbar, wo auch Aufnahmen der Überwachungskameras auflaufen. „Zuvor war der Eingangsbereich unglücklich konzipiert, zum Teil nicht einsehbar“, sagt Sohrt. Einige Bürger seien unbeobachtet umhergeirrt, sogar bis hoch zur Kripo. Das kann nicht mehr passieren.

Zudem werden Büros, Küche und Sanitärbereich renoviert. Auch ein sogenannter „sicherer Raum“ für Menschen, die nicht in einer Zelle untergebracht werden können, wird eingerichtet.

Das Polizeirevier

An der Sophienstraße 5 sind die Schutzpolizei sowie die Kriminalpolizei unter einem Dach vereint. Im Erdgeschoss sitzt die Schutzpolizei mit 22 Beamten. Die Wache ist sieben Tage in der Woche rund um die Uhr besetzt. Der Revierbereich reicht daher von Barsbüttel bis nach Wentorf – insgesamt 90.000 Menschen leben hier. Polizeichef ist Karsten Wagner, der durch Jochen Sohrt vertreten wird. Im ersten und im zweiten Stock ist die Kripo anzutreffen, die unter der Leitung von Thomas Holst sowie seinem Stellvertreter Andreas Appel arbeitet. Hier ist auch die Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch angesiedelt. Ansonsten beschäftigen die Ermittler sich mit schweren Körperverletzungen, Raub- und Rauschgiftdelikten sowie Betrugsfällen.