Schloss Reinbek

Dieser Weihnachtsmarkt ist einfach Kult

Sebastian Wirth und Söhnchen Mats wärmen sich an der Feuerschale auf.

Sebastian Wirth und Söhnchen Mats wärmen sich an der Feuerschale auf.

Foto: dörte hoffmann / Dörte Hoffmann

Buntes Markttreiben lockt zahlreiche Besucher – nicht nur aus Reinbek.

Reinbek. Wenn der Weihnachtsmarkt rund um das Schloss in Reinbek immer am zweiten Advent startet, gibt es in der Bevölkerung kein Halten mehr. Auch das hässlichste Schmuddelwetter wie am vergangenen Wochenende kann die Besucher nicht davon abhalten, sich auf dem festlichen Basar in weihnachtliche Stimmung versetzen zu lassen. „Wir wollen einfach alles genießen“, brachte es Malin Schild auf den Punkt.

Markt hat sich herausgeputzt

Die junge Mutter schlenderte gemeinsam mit Ehemann Peter und Töchterchen Alva im Tragetuch über den Weihnachtsmarkt. Der hatte sich im 41. Jahr seines Bestehens noch einmal vergrößert und herausgeputzt.

Überall gab es daher nur strahlende Gesichter: bei den Besuchern genau so wie bei den Organisatoren Susann Pötter vom Schloss-Team und Jan Bode, Vorsitzender des Reinbeker Gewerbebundes.

Posaunenchor kam besonders gut an

Gleich zu Beginn empfingen Würstchen- und Lebkuchenbuden sowie ein Karussell die zahlreichen Familien mit Kindern, die sich auf den Weg zum Markt gemacht hatten. Der mit Stroh ausgelegte Parkplatz war am Wochenende kaum zu erkennen.

Links und rechts der festlich geschmückten Günter-Kock-Allee luden Buden mit Würstchen, Glühwein und weiteren Leckereien, weihnachtlicher Deko, Obst oder wärmenden Mützen und Schals zum Innehalten und Kaufen ein.

Auf der Bühne im Schlosshof lief ein musikalisches Programm, bei dem vor allem der Posaunenchor mit alten Weihnachtsliedern die Besucher erfreute. Auf der Bühne betonte Bürgermeister Björn Warmer bei seiner Begrüßung, dass der Weihnachtsmarkt stets ein Treffpunkt für Menschen sei und dass solche Feste nur gemeinsam gelingen.

Werbung für Reinbeks Einzelhandel

Damit meinte er Reinbeks Institutionen und Vereine genau so wie die Gewerbetreibenden und die Bevölkerung. „Wir haben viele kleine schöne Geschäfte, die sich auch hier präsentieren. Kaufen Sie dort“, forderte er die Zuhörer auf. Nur so könne ihr Überleben gesichert werden.

Susann Pötter übernahm die Aufgabe der Türsteherin und überwachte den Eingang ins Innere des Schlosses, damit keiner mit Glühwein oder Bratwurst ins historische Gebäude gelangte. Auch die nassen Schirme waren ein kleines Problem. Damit sie das kostbare Parkett des Schlosses nicht beschädigten, wurden die Schirme eingesammelt und verwahrt.

Kunsthandwerk, Geschenkideen oder Weihnachtsschmuck dominierten im Innern des Schlosses. Im Café der Landfrauen gab es außer leckeren Torten und Gebäck auch herzhafte Stullen mit Käse und Schmalz. „Das Schmalz haben wir ebenfalls selbst hergestellt“, verriet Lisa Heckt.

Schokolade direkt vom Weihnachtsmann

Im Café stärkte sich auch Familie Holbein aus Wentorf. Die achtjährige Tochter Leyla schwärmte vom Kinderkino des Filmrings, wo „Alfons Zitterbacke“ gezeigt wurde. Den Weihnachtsmann fand die Kleine auch toll. „Er hat mir sogar Schokolade und eine Mandarine geschenkt“, erzählte sie.

Die Rotary-Jugend präsentierte sich das erste Mal auf dem Reinbeker Weihnachtsmarkt. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren hatten ein Glücksrad mitgebracht und kümmerten sich zudem mit Spielen und Bastelideen um die Jüngsten. Wer Lust hat, bei der Rotary-Jugend mitzumachen, kommt einfach zum nächsten Treffpunkt im Gymnasium Wentorf am Dienstag, 17. Dezember.

Stolz auf einen Stern

Die Brüder Andreas und Stephan Schacht besuchten mit ihren Familien das erste Mal den Weihnachtsmarkt am Schloss. „Wunderschön“ sei es am Schloss, sagte Andreas Schacht und traf damit die Meinungen seiner Familie. Stolz trug die sechsjährige Elisa einen Stern herum, den sie an einem Stand geschenkt bekommen hatte. „Ich konnte zusehen, wie der Mann ihn mit der Motorsäge ausgeschnitten hat“, so das Mädchen. Später konnte sie sich noch über einen Weihnachtsmann aus Schokolade freuen, den ihr der „echte“ Knecht Ruprecht schenkte.

Auch dieses Jahr hatte der Gewerbebund wieder einen Bus-Shuttle organisiert, der gut angenommen wurde.