Zukunftsfähige Kirchengemeinde

Wohltorfer Kirche plant neues Gemeindehaus

Friederike Probst, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, berichtet über die Bedarfe für das neue Wohltorfer Gemeindehaus.

Friederike Probst, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, berichtet über die Bedarfe für das neue Wohltorfer Gemeindehaus.

Foto: Stephanie Rutke

Das alte Gebäude ist marode. Außerdem wird mehr Platz für Kinderbetreuung und Gemeindeleben auf dem Kirchberg benötigt.

Wohltorf. Die Kirchengemeinde in Wohltorf steht vor Veränderungen: Das bisherige Gemeindehaus auf dem Kirchberg soll durch einen Neubau ersetzt werden. Grund dafür ist der steigende Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen sowie der Zustand des Gebäudes. Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich und ist daher ausgeschlossen. Der Bauausschuss hat in seiner letzten Sitzung einstimmig der Bauvoranfrage zugestimmt.

Danach ist geplant, einen zweigeschossigen Neubau zu errichten, in dem Platz für eine Kita mit drei Elementar- und zwei Krippengruppen für insgesamt 80 Kinder ist. Außerdem soll es Gemeinderäume und eine zweite Wohnung im Pastorat geben. Damit künftig auch die Kirche selbst intensiver genutzt werden kann, soll sie um einen etwa zehn Quadratmeter großen Anbau ergänzt werden. „Wir stehen noch ganz am Anfang der
Planungen, befinden uns gerade in der Ausschreibungsphase“, erklärt Friederike Probst, Vorsitzende des Kirchengemeinderats.

Sanierung kommt nicht mehr infrage

Das Gemeindehaus wurde am 1. Dezember 1963 eingeweiht. Auf den ersten Blick wirkt es zwar intakt, bei genauerer Betrachtung gibt es aber so viele Mängel, dass eine Sa­nierung nicht mehr infrage kommt. „Die Bauabteilung des Kirchenkreises hat das Objekt besichtigt und die Mängel festgestellt“, berichtet Probst. Bei Starkregen laufe Wasser in den Keller, dessen Wände feucht seien. Das Dach ist nicht mehr intakt und der energetische Zustand des Gebäudes ist nach heutigem Standard schlecht. Zur Nutzung als Kindergarten sind die Räume ungeeignet.

„Ab 1. Januar 2020 haben wir in Wohltorf im evangelischen Kindergarten Am Alten Knick sechs Elementargruppen und eine Krippengruppe für zehn Kinder ab einem Jahr“, erklärt die Vorsitzende des Gemeinderats. Das sind 130 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren. Die größte Nachfrage
gibt es bei Krippenplätzen. Es gibt eine lange Warteliste. Deshalb sollen auf dem Kirchberg zwei Krippengruppen eingerichtet werden.

Bisher gibt es nur das Raumkonzept

Wie das neue Gebäude architektonisch aussehen könnte, ist noch nicht geplant. „Bisher haben wir nur ein Raumkonzept erarbeitet“, sagt Friederike Probst. Die Räume im Wohltorfer Gemeindehaus werden an allen Wochentagen von unterschiedlichen Gruppen genutzt. Dort finden die Konfirmanden zusammen, der Chor probt, außerdem nutzen die Seniorengruppe, der regelmäßige Morgentreff „Kontak-Tee“, ein Jugendtreff und das Bibliodrama, deren Teilnehmer Bibeltexte mit aktuellen Themen in den Kontext bringen, die Räumlichkeiten. Zu guter Letzt trainieren verschiedene Sportgruppen in dem großen Gemeindesaal.

Parallel zu den Neubauplanungen muss der Gemeinderat auch inhaltlich neue Wege einschreiten: Bis zum 1. Mai 2020 soll es gemeinsam mit der Nachbargemeinde Aumühle ein Regionalisierungskonzept im Kirchenkreis geben. Ziel ist es, die Kosten für die Liegenschaften zu senken und Kooperationen zu schaffen. „Wir haben eine sehr lebendige Kirchengemeinde mit 1500 Ge­mein­de­mitgliedern, eine aktive Jugend und sehr viele ehrenamtliche Helfer“, sagt Friederike Probst. Zusammen mit ihren Mitstreitern im Kirchenvorstand arbeitet sie derzeit intensiv am Thema Neubau. „Unser Ziel ist es, auch in Zukunft das Gemeindeleben auf dem Kirchberg aufrechtzuhalten“, sagt sie.

Architekten wollen ihre Pläne noch vorstellen

Dafür wird sich das Areal rund um die Wohltorfer Kirche verändern. Gespannt wartet die Gemeinde, dass die Architekten ihre Pläne vorstellen.